ROADTRIP REISEN: 4 GRÜNDE, MIT DEM AUTO UNTERWEGS ZU SEIN

14. Dezember 2016

Sonnenuntergang und Ford Mustang in Hawaii. Mehr braucht es wirklich nicht.

Wir haben sie bereits alle schon mal gehabt. Diese unvergesslichen Tage auf unseren Reisen, die einem selbst Jahre später nicht mehr aus dem Kopf gehen. Nahezu jedes einzelne Detail ist noch so nah, als wäre es gestern gewesen. So unvergesslich und schön. Einige dieser Momente hatte ich, während ich hinter dem Lenkrad sass und eine Reise erlebte, die ohne ein Auto so gar nicht möglich gewesen wäre.

#1: Hinter dem Lenkrad

Hawaii. 2010. Es war einer dieser spontanen Entscheide, mit ein paar Kumpels ein Auto zu mieten und die Küsten von Oahu runter zu fahren. Was sich vorerst bloss als eine coole Idee anhörte, war im Nachhinein mehr als das. Es wurde zu einem der schönsten Erlebnisse meiner 3 Monate auf dem Inselparadies.

Ich werde nie vergessen, wie es sich anfühlte im Ford Mustang Cabriolet der Küste entlang zu fahren, die Meeresluft zu schmecken und die leichte Brise in den Haaren zu spüren. Dabei laut Musik hören, mit den Freunden eine gute Zeit haben und den Rest der Welt einfach vergessen. Unbeschreiblich schön.

Manchmal komme ich mit den Kumpels ebenfalls auf leicht verrückte Ideen, wie z. B. Big Island, die grösste Insel Hawaiis, in nur einen Tag zu umrunden. Naja, wir leben halt nur ein mal.

Gegen Ende meines Aufenthaltes auf dem Inselparadies habe ich den Trip in ähnlicher Weise erneut erleben dürfen. Wieder mit einem Ford Mustang. Musste einfach sein.

Ein ähnliches Erlebnis hatte ich, als ich vor mehreren Jahren mit meinem Kumpel in Lloret de Mar (Ich war jung und wild) war und wir einen Regentag erwischt haben. Statt Trübsal zu blasen, haben wir uns in das Auto gesetzt und sind nach Barcelona gefahren. Dort hatten wir einen wundervollen Tag voller Sehenswürdigkeiten in einer der schönsten Städte überhaupt.

Schon der Weg nach Spanien aus der Schweiz heraus war selbst ein Abenteuer. Stundenlang auf der Strasse, vollgepackt mit guter Musik, leckeren Snacks und hunderten von philosophischen Themen, die nur darauf gewartet haben, besprochen zu werden.

Über meine Campertour quer durch Australien habe ich bereits berichtet. Ist zwar kein Auto gewesen, hat aber ebenfalls die vielen Vorteile der Fortbewegung auf vier Rädern.

Beim spontanen Entscheid ein paar Tage nach Mailand zu gehen und dabei möglichst wenig Geld auszugeben, hat sich das Auto ebenfalls als beste Reisevariante ergeben.

Von meinen vielen spontanen Ausflügen zum grossen Bruder Deutschland fange ich gar nicht mal an.

Eins weiss ich schon jetzt. Wenn ich mir endlich den Traum erfülle und Jamaika bereise, werde ich mich ebenfalls hinter das Lenkrad setzen und der Küste entlang von Kingston nach Montego Bay düsen und den Rest der Welt dabei vergessen.

Mietwagenpreise vergleichen und ab ins nächste Abenteuer!

Im 2010 war ich noch etwas cooler.

#2: Abseits der Touristenpfade

Einer der grössten Vorteile mit dem Auto unterwegs zu sein ist, von der besuchten Destination mehr zu erleben, als bloss das, was ohnehin leicht zu Fuss erreichbar ist.

Hätten wir damals in Hawaii kein Auto gemietet, hätten wir niemals  die wunderschöne Natur und die vielen verlassenen Strände erlebt, die es so nur auf Bildern zu sehen gibt. Einfach mal weg von den überfüllten Stränden voller Touristen und in eine Welt eintauchen, in der sich nur selten jemand begibt. Eine Welt, aus der man, wenn man sie für sich entdeckt hat, nicht mehr gehen möchte.

Ebenfalls in Australien waren die schönsten und menschenleeren Strände nicht mit zu Fuss oder mit dem Bus erreichbar. Da musst du dann schon ein Auto mieten und etwas weiter fahren. Dafür bekommst du die Schönheit unseres Planeten vor die Augen und spürst förmlich, wie es dir warm ums Herz wird.

Ein bisschen Spass muss sein.

#3: Freiheit durch Flexibilität

Ich bin ein riesiger Fan von persönlicher Freiheit. Vor allem auf Reisen möchte ich so gut es geht genau das  machen können worauf ich Bock habe und wann ich darauf Bock habe. Diese Möglichkeit bekomme ich ebenfalls dadurch, wenn ich mit dem Auto unterwegs bin. Somit kann ich relativ spontan das machen, worauf ich gerade Lust habe.

Busverbindungen prüfen? Egal! Taxi suchen? Bitte nicht!

Wenn ich an meinen Aufenthalt in Spanien zurückdenke, ist es schon grossartig, einfach bei schlechtem Wetter sich in das Auto zu setzen und loszufahren, statt im Hotel zu bleiben und sich über das miese Wetter zu ärgern.

Auch die Freiheit zu entscheiden, wann ich wohin gehen möchte und vor allem, wann ich wirklich wieder weg möchte oder nicht, ist für mich unbezahlbar. Das zeigt sich bei mir auch daran, dass ich öffentliche Verkehrsmittel verabscheue und nur benutze, wenn wirklich nichts mehr geht.

Stell dir vor, du hast den Bus genommen und etwas weiter ausserhalb der Stadt eine Gegend zu erkunden oder an den einsamen Strand zu liegen und die warmen Sonnenstrahlen zu geniessen, während unter dir der Sand leicht an deinen Füssen brennt.

Könntest du dich hierbei wirklich entspannen, wenn du dabei die Zeit nicht einfach vergessen könntest, sondern daran denken musst, wann dein Bus zurück ins Hotel wieder fährt? Ich nicht. Die Freiheit zu haben, wieder abzuhauen, wann ich das möchte, ist mein kleiner Luxus solcher Ausflüge.

Für dieses Baby war auf Big Island keine Strecke zu lang, kein Vulkankrater zu hoch.

#4: Der Weg ist das Ziel

Ist es nicht schade, das wir so viel von unserer Umwelt gar nicht mal realisieren, weil wir uns nur auf das Ziel fokussieren? Ich habe es schon als Kleinkind geliebt stundenlang während der Fahrt aus dem Fenster zu schauen und zu tagträumen.

Warum nehmen wir uns die Möglichkeit, uns bloss auf das Ziel zu freuen und die ganze Schönheit auf dem Weg dahin entgehen zu lassen? All die schöne Natur, all die Sonnenstrahlen, all den warmen Sommerregen, der auf unsere Autoscheibe herunterfällt und langsam hinunterfliesst?

Das Ziel sollte nicht der einzige Grund unserer Reisen sein, sondern auch all die Erlebnisse und Gefühle auf dem Weg dahin. Stell dir vor, wie die Menschen früher tagelang gereist sind, um an das Ziel anzukommen. Ich kann leider keinen von ihnen nachfragen, bin mir aber sicher, dass der Weg dahin für sie genauso unvergesslich war, wie die Ankunft selbst.

Die Erlebnisse auf dem Weg dahin sind genauso ein Teil des Ganzen und mit einem Auto intensiv geniessbar.

In freundlicher Zusammenarbeit mit EasyTerra.

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Kommentare

  1. Johanna sagt:

    Hallo Igor,
    ich reise normalerweise immer mit dem Bus oder dem Zug, manchmal auch mit dem Fahrrad. In letzter Zeit habe ich aber auch total Lust auf einen Roadtip mit dem Auto bekommen. Und zwar würde ich gerne mit dem Auto durch Kalifornien fahren. Ich war vor langer Zeit schon mal dort, allerdings war ich damals mit dem Bus unterwegs. Aber grade in den USA ist es cool ein Auto zu haben, weil man damit viel mehr entdecken kann. Mit dem Bus ist man wirklich etwas eingeschränkt. Trotzdem war das aber auch ein ganz tolles Erlebnis. 🙂
    LG Johanna

    • Igor Igor sagt:

      Du hast absolut Recht Johanna! Persönlich träume ich davon, die Route 66 eines Tages zu machen. Jede Reiseart hat was schönes für sich und wir sollten jede ausprobiert haben. 🙂

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