REISETYP: DER REBELLIERENDE FLASHPACKER

7. Februar 2016

Hawaii Peace Multikulti

Wie reise ich eigentlich und als welcher Reisetyp würde ich mich eigentlich bezeichen?

Das ist ganz klar – Flashpacker. Doch was ist das überhaupt und wie sieht so eine Reise aus?

Sehr lange Zeit habe ich gar nicht gewusst, dass es einen eigenen Begriff für diese Art von Reisen gibt. Doch habe ich ihn gefunden!

  • Zu viel Geld habe ich nicht, sodass ich keine Luxusreisen machen kann.
  • Zu wenig Geld aber auch wieder nicht, sodass ich nicht das günstigste Hostel mit mehreren fremden Leuten teilen muss und jedes mal vor einem Abenteuer stehe, wenn ich von A nach B muss.
  • Mit dem Faktor Zeit siehts ebenfalls in etwa gleich aus. Aus beruflichen Gründen, kann ich mir aktuell keine extrem lange Auszeit nehmen, sodass ich meinen jährlichen Urlaub mit den Überstunden zusammenkratze um dann ein paar Wochen aus dem Alltag ausbrechen zu können.

Meine Reiseart ist aber dennoch sehr unterschiedlich. Manchmal habe ich den Bedarf, eine interessante Stadt zu besichtigen und richtig touristisch die Sehenswürdigkeiten abzuklappern und dann habe ich ein anderes mal gar keine Lust auf den typischen Touristenkram und möchte reisen, um zu reisen – wie die Jungs von 1 THING TO DO.

Backpacker wie Conni von Planet Backpack? Coole Sache, aber die pure Backpacker Welt war nie ganz die meine. Zu sehr schätze ich es, im Hostel oder Hotel ein Zimmer alleine, zu zweit, oder mit Bekannten teilen zu können und neue Menschen ausserhalb meines Zimmers kennenlernen zu können.

Ja, ich liebe es, neue Menschen zu treffen und noch mehr liebe ich es, mich zurückziehen zu können, wenn ich Lust darauf habe.

Was mich zum Flashpacker macht

  • Reine Hotelferien sind oft einfach langweilig und ein bisschen Echtheit brauche ich.
  • Gerne lerne ich neue Menschen kennen und tausche die Reiseerlebnisse mit ihnen aus.
  • Mein Reisebudget ist relativ normal, sodass ich nicht in Hostels mit Fremden im gleichen Zimmer schlafen muss.
  • Luxusferien in der Scheinwelt mache ich aber auch nicht, ein bisschen wegen dem Budget und noch viel mehr wegen meinem Weltbild.
  • Ich liebe das Abenteuer und die untypischen Sachen zu erleben.
  • Auch wenn es mal in ein Hotel geht, ist daran nichts vorzuwerfen. Schliesslich zählt das Erlebnis ausserhalb der Haustüre. Der Grundgedanke, den besuchten Ort und die Menschen zu erleben wird hier immer noch gelebt.
  • Es muss nicht unbedingt ein Rucksack sein. Wenn ich denke, dass das Packen eines Koffers besser geht – dann mache ich das.
  • Keine Schublade oder Reiseart wird von mir so eng gesehen, ich lebe und reise wie ich will.
  • Schubladendenken ist sowieso doof.

Australien Schild Kangaroo Offroad

Der rebellierende Reisetyp

Wo isst Du?

Mal mit Einheimischen an einem Tisch in Hong Kong, mal ein gutes Steak mit dem Kumpel im Restaurant. Gerne probiere ich mal das „typische“ Essen, und wenn ich es nicht mehr sehen kann, gehe ich  auch mal in den McDonalds.

Wo schläfst Du?

Ganz sicher nicht in von fremden Menschen überfüllten Hostelzimmern. Grundsätzlich finde ich Hostels ein coole Sache, vorallem um neue Leute kennenzulernen, doch wie bereits oben erwähnt schätze und liebe ich es, mich zurückziehen zu können.

Wie lange reist Du?

Da ich aus beruflichen Gründen zeitlich etwas gebunden bin, ist es mal ein Städteurlaub an einem verlängertem Wochenende und dann mal 1-2-3 Monate um die Welt reisen oder ein Kontinent besichtigen.

Wie bewegst Du Dich?

Flugzeug, gemietetes Auto, Bus oder Camper. Jede Art hat ihre interessanten Seiten und dennoch möchte ich mich nur ungern auf eine spezialisieren. Zu sehr schätze ich meine Freiheit, wählen zu können.

Welche Länder besuchst Du?

Europa ist meiner Meinung nach noch von viel zu sehr unterschätzt und viele suchen das Weite und Fremde. Dabei liegt so viel grossartiges nur 1-2 Flugstunden entfernt.

Doch auch ich liebe es, völlig andere Kontinente zu bereisen und die Menschen, sowie die Kultur weit entfernter Länder zu erleben.

Tempel, Berg oder Strand?

Die Natur zu erleben ist grossartig. Sei es das Wandern auf den Bergen oder das extreme chillen und relaxen am Strand und dabei an einem alkoholfreiem Cocktail zu schlürfen. Beides grossartig!

Allein, Gruppe oder Familie?

Alleine zu reisen hat seinen Reiz, doch bleibt es nicht lange dabei. Sehr schnell komme ich in Kontakt mit anderen Menschen und teile die schönen Momente gemeinsam.

In Gruppen reisen? So richtig geführt? Sehr ungern lasse ich mich von irgendwelchen Gruppenführern lenken und dabei ein vorgegebenes Programm abklappern. Ausnahmen sind manchmal hier nötig.

Ich liebe meine Familie und habe mir auch vorgenommen, mit ihnen in regelmässigen Abständen ein paar schöne Orte gemeinsam zu erleben. Das sind die schönsten Erinnerungen, die mich mein Leben lang im Herzen begleiten werden.

Kurztrip oder Fernreise?

Ganz klar beides. Städtereise, anderer Kontinent oder Weltreise. Alles cool. Alles interessant. Alles auf seine Art speziell und einzigartig.

Flugzeug oder über Land?

Das kommt auf die Strecke drauf an. Bei meiner anstehenden Reise in Südamerika werden wir auch von Lima (Peru) nach Brasilien fliegen und nicht mehrere Tage im Bus verbringen. Dafür fehlt mir einfach die Zeit und vor allem die Lust.

Ist wahrscheinlich ein Kindheitstrauma, weil ich früher immer 10 Stunden im Auto gesessen bin, wenn wir in die Heimat nach Kroatien gefahren sind.

Tour oder auf eigene Faust?

Sehr gerne auf eigene Faust. Touren haben auch in gewissen Fällen ihre Daseinsberechtigung und können bei einem engen Zeitplan viele Stunden oder Tage einsparen.

Instagram oder Digital Detox?

Beides cool! Bei meiner kleinen Weltreise Anfang 2015 habe ich mich relativ entgiftet von dem Medien. Bis auf mein iPhone und WhatsApp für die engsten Kontakte, habe ich den Konsum auf ein Minimum runtergesetzt.

Nur ein paar mal haben wir WLAN gesucht um ein paar Bilder ins Netz zu laden und mit den Liebsten zu teilen.

Vorplanen oder flexibel reisen?

Auch hier beides. Grundsätzlich habe ich es gerne, wenn die grobe Struktur besteht. Wenn ich weiss, wann ich ungefähr wo sein werde und wann ich wohin fliege. Ebenfalls toll für das Reisebudget. Somit kann ich es vor Ort mehr geniessen und lasse mich treiben.

Ich bin gerne organisiert, solange ich die Freiheit habe, es möglichst selbst beeinflussen zu können.

London Eminem Tower Bridge

Wie du siehst, ich reise grundsätzlich nach Lust und Laune. Meiner Meinung nach die perfekte Reiseart. Ich bin ein rebellierender Flashpacker! Ich mag es eigentlich simpel und einfach, möchte aber dennoch nicht auf gewissen Komfort verzichten.

Gerne belächelte ich früher die Backpacker, weil es für mich ein bisschen zu sparsam ist. Ebenfalls war ich der Meinung, dass die Luxusreisende die Orte einfach nicht richtig erleben, sondern vielmehr einen oberflächlichen Eindruck bekommen.

Heute ist mir das alles relativ gleichgültig. Jeder soll seine Reiseart finden und glücklich werden. Nur das ist was im Leben zählt – das persönliche Glück.

Dieser Artikel ist Teil der Blogparade „Deine Reise ist nicht meine Reise!“.

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Kommentare

  1. Florian sagt:

    Hi Igor, rebellierender Flashpacker. 😉

    Ich finde Hostels gehören nicht unbedingt zum Backpacker-Dasein. Ich reise mit meiner Freundin als Backpacker-Paar und deswegen sehen wir so gut wie nie ein Hostel von innen oder wenn dann ein Doppelzimmer und keinen Schlafsaal.

    Wenn man als Backpacker allein reist, sieht das natürlich anders aus.

    Danke für’s Mitmachen bei der Blogparade!

    P.S.
    Conni ist schon seit vielen Jahren kein Backpacker mehr und auf planetbackpack geht’s nicht um’s Backpacken

    • Igor Igor sagt:

      Salut Florian
      Absolut! Du sagst genau das aus, gegen was ich „rebelliere“. Egal welcher Reisetyp, keiner von uns erfüllt alle Klischees und das ist auch absolut gut so. Schliesslich sind wir alle frei und nach irgendwelchen stumpfen Regeln zu reisen ist sowieso doof.
      Wegen Conni weiss ich, dennoch ist sie glaube ich für viele Backpacker die erste Anlaufstelle. Auch hier das gleiche Ergebnis, dass sie in keine Schublade ohne Ausnahmen gesteckt werden kann.
      Vielen Dank, dass ich mitmachen kann!
      Grüsse, Igor

  2. Jules sagt:

    Hi Igor!
    Ich finde jede Art zu reisen hat was für sich. Ich würde mich auch eher als Flashpacker bezeichnen, habe aber z.B. für meine erste Reise alleine, die ich in 2 Wochen starten werde, bewusst Schlafsäle ausgesucht, da ich Angst habe, sonst schwerer Anschluss zu finden.
    Zwischendurch mal Luxushotel ist selbstverständlich auch nicht schlecht.
    Alles Liebe
    Jules
    http://www.mabelicious.com

    • Igor Igor sagt:

      Salut Jules
      Klar doch, es gibt kein Absolut aber wenn, dann bin ich am ehesten ein Flashpacker.
      Viel Spass bei der anstehenden Reise! Wäre interessant zu wissen, wo es hingeht.
      Grüsse, Igor

  3. Daniel sagt:

    Hey Igor,

    als ich deine ersten Zeilen gelesen habe dachte ich mir: „Cool er hat sich selbst eine für sich passende Begrifflichkeit ausgedacht“. Dann musste ich „leider“ feststellen, denn Begriff gibt es schon. Aber im grunde wurde damit auch wieder nur eine neue Schublade geöffnet.

    Was ich bin, weiß ich nicht. Ich denke ich bin ein Arbeits-Reisender. Aber entscheide selbst: http://www.madiba.de/blog/blogparade-reise-typen-deine-reise-ist-nicht-meine-reise/ 😉 Freue mich auf jeden Fall über deine Meinung.

    Aktuell verschneite Grüße aus Leipzig

    • Igor Igor sagt:

      Hallo Daniel
      Schubladen sind manchmal da, um sich nicht zu lange erklären zu müssen. Ich glaube aber, dass ich bei meiner Schublade als Flashpacker einen ziemlich weiter Spalt offen gelassen habe, um auch mal in andere springen zu können. Wenn ich den Begriff selber erfunden hätte, wäre ich der Held! 🙂
      Grossartig, auf Südafrika habe ich schon länger richtig Bock! Jetzt habe ich auch einen Ansprechparter dafür.
      Grüsse, Igor

  4. Daniel sagt:

    Du hast vollkommen Recht, metaphorische Schubladen haben Ihre Vorteile. Laut Focus vom letzten Jahr ist Flashpacking der neueste Reisetrend *wow
    Siehe: http://www.focus.de/reisen/service/tourismus-flashpacker-individualisten-mit-anspruch_id_4406521.html

    Na klar, melde dich einfach oder lass dich im Magazin inspirieren. Gerne teile deine Erfahrungen, warum es Südafrika sein muss/soll. Vielleicht auch bei mir im Magazin … . Neue Artikel sind immer willkommen, denn meine/unsere Zeit ist leider ebenfalls endlich 😉

    LG

    Daniel

    • Igor Igor sagt:

      Hej Daniel
      Du wirst auf jeden Fall meine Informationsquelle, wenn die Reise konkreter wird.
      Ich werde auf dein Angebot bei Gelegenheit zurückkommen. 🙂
      Grüsse, Igor

  5. Timo sagt:

    Super Blog Beitrag. So sieht man dass jeder anders ist.

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