PERSÖNLICHE SELBSTFINDUNG: HAST DU DAS ZEUG DAFÜR?

1. Mai 2016

dubai lachen meer selbstfindung

Es ist so wenig nötig, um so viel zu haben.

Reisen ist Selbstfindung ist Glück.

Unter diesem Motto möchte ich zeigen, dass Reisen nicht bloss ein Strandurlaub ist, bei dem du es dir möglichst gemütlich machst. Reisen ist über den eigenen Schatten zu springen und dich auf den schönsten Weg der Selbstfindung zu begeben. Doch es stellt auch mache Fragen auf den Weg.

Welche Voraussetzungen werden dafür benötigt? Ist alles bloss eine Identitätsfrage? Was sind die passenden Orte? Und wie sehen die gesellschaftlichen Auswirkungen aus?

Die benötigten Voraussetzungen

Für die persönliche Reise zur Selbstfindung ist nur der Wille zur Veränderung nötig. Frag dich einfach selbst, ob du wirklich etwas in deinem Leben verändern möchtest, oder ob du einfach gerne „unzufrieden“ bist.

Da draussen gibt es unglaublich viele Menschen, die einfach gerne unglücklich sind und sich über das eigene Leben ärgern. Sie geniessen diesen Zustand eigentlich, würden es aber niemals einsehen, geschweige denn zugeben.

Wenn du mir nicht glaubst, dann schau einfach mal genauer nach wieviele ständig meckern und welcher verschwindend kleiner Anteil wirklich sagt:

Genug – Zeit für Veränderung!

Wir kuscheln uns alle gerne in unserer Komfortzone ein und nehmen das Leben so hin, wie es nun mal kommt. Ist halt der Weg mit dem geringsten Widerstand.

Wenn du für dich aber denkst, dass du abseits dieser „Normalität“ leben möchtest, dann könnte eine Selbstfindungsreise der Anfang deines neuen Leben sein.

Von mir aus kannst du deinen Mitmenschen erzählen was du willst. Benutze die besten Ausreden, die dir einfallen. Eine bitte habe ich jedoch:

Belüg dich nicht selbst.

Da du diesen Blog hier liest, wirst du sehr wahrscheinlich im deutschsprachigem Europa leben, oder zumindest hier deine Wurzeln haben. Somit hast du das Privileg, dass es dir im Vergleich zum restlichen Europa finanziell schon ziemlich gut geht. Vom Rest der Welt müssen wir gar nicht anfangen.

Wenn du diese Kriterien erfüllst, hast du die besten Voraussetzungen, dich selbst kennenzulernen.

Alles eine Identitätsfrage

Schon paar mal wurde mir die Frage gestellt, wie ich denn so viel reisen kann und welchen Job ich habe?

Leider musste ich bisher alle enttäuschen. Ich habe keinen Beruf, der nur ansatzweise etwas mit Reisen zu tun hat. Dennoch möchte ich gerne mein Geheimnis lüften:

Ich setzte Prioritäten.

Mir ist es wichtig, mich selbst zu kennen. Wer bin ich wirklich? Ich mein wirklich, wirklich.

Abseits von dem, was mich die Lehrer während meiner Schulbildung gelehrt haben. Abseits von dem, was mir meine Eltern aufgrund gesellschaftlichen Normen beigebracht haben. Und vor allem abseits dem, wo dich die Gesellschaft überhaupt gern haben möchte.

Sind wir mal ehrlich. Rebellen mag man in Filmen oder der Musik, aber im Alltag? Da sollst du lieber das Schaf sein und schön mit der Herde mitziehen. Braves Schaf.

Nicht jeder Mensch ist für eine Reise zur persönlichen Selbstfindung geschaffen. Nur die Menschen, die gerne einfach mehr vom Leben wollen, sind auch bereit dafür.

Es ist überhaupt nicht einfach, nach deiner Reise nicht wieder in die alten Normen zu verfallen. Du wirst immer wieder deine kleinen Kämpfe damit haben. Glaube mir – die sind es wert!

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Die enorme Schönheit unseren blauen Planeten.

Die geeigneten Orte

Ich könnte dir jetzt meine persönlichen Top 3 Reiseziele sagen und warum mir diese besonders gut gefallen. Doch ich möchte die Entscheidung gerne dir selbst überlassen.

Warum? Weil meine Reise nicht deine Reise ist. Wenn du hier fleissig mitliest, wirst du wahrscheinlich wissen, wie sehr mich Hawaii in meinem Leben geprägt hat.

Für dich kann das aber eine völlig andere Destination und Lebenserfahrung sein.

Vielleicht wird es bei dir eine Reise in Asien sein. Oder du begibst dich auf eine Pilgerreise auf dem Jakobsweg. Eventuell ist es auch eine Reise mit dem Camper, welche dich vor neue Herausforderungen stellt.

Meiner Meinung nach gibt es keinen geeigneten Ort, solange es folgende Voraussetzungen erfüllt:

  • Möglichst wenig Ablenkung vom Wesentlichen
  • Sehr viel Zeit um über dich nachzudenken
  • Augen für die Welt offen halten
  • Ausbrechen aus der Komfortzone
  • Starke Konfrontation zum Alltag
  • Persönliche Bereitschaft zur Veränderung

Es muss auch nicht immer ganz weit weg gehen. Eine meiner nächsten Reisen wird ein verlängertes Wochenende nach Athen sein. Und dennoch wird es etwas besonderes.

Ich werde über meinen persönlichen Schatten springen und alleine hinreisen. Keine Reisebegleitung, mit der man schön immer in der eigenen Komfortzone bleiben kann.

Nur Athen und ich. Alleine die Stadt erkunden. Alleine das nächste Restaurant aufsuchen. Zeit für mich.

Siehst du was ich meine, wenn ich davon rede, über den eigenen Schatten zu springen? Du kannst am besten zu dir selbst finden, wenn du dich in dir unangenehme Situationen begibst.

Auswirkungen nach der Reise

Eins kann ich dir mit hoher Sicherheit versprechen:

Nach der Reise ist nichts mehr wie vor der Reise.

Rechne nicht damit, dass du von deinen Reisen zurück kommst und alles sofort anders ist. Manche Veränderungen brauchen einfach ihre Zeit, bis die volle Wirkung da ist.

Durch meine drei Monate in Hawaii fand ich für mich die Leidenschaft für Reisen.

In London lernte ich, wie geil es sein kann, wenn die Menschen einfach offen sind.

Dubai hat mir beigebracht, dass ich mich nicht automatisch fürchten muss, wenn sich ein Araber neben mir setzt. Trotz meiner Weltoffenheit hatte ich manchmal ein mulmiges Gefühl. Danke Medien für dieses falsche Bild, welches ihr uns täglich vermittelt!

Australien lehrte mich, wie ich gemeinsam mit Freunden reisen kann.

Fidschi zeigte mir, dass ich nicht naiv jeden vertrauen sollte. Und wie ich auf den ganzen Welt Freunde gewinnen kann.

Jede Reise zeigte mir neue Weltansichten und ich bin bereit, diese kennenzulernen.

Mein Bild unserer Gesellschaft hat sich durch die Reisen stark verändert. Ich bin vielen Sachen und Weltanschauungen gegenüber viel kritischer geworden.

Noch heute kann ich es nicht verstehen, wie selbstsüchtig wir machmal sind und nicht ein paar Euro für Hilfsorganisationen abgeben können? Die Ausrede, dass man denen nicht vertrauen kann, bleibt leider nur eine Ausrede. Genau so kann ich es nicht verstehen, wie gierig wir sein können und die Welt um uns herum einfach ausblenden. Es könnte uns alle so viel besser gehen, wenn wir gemeinsam anpacken würden.

Auf der beruflichen Ebene hat mir das die Einsicht gebracht, dass wir bereits alles für das persönliche Glück haben. Doch wir wollen immer mehr. Leider funktioniert das oft nur, wenn andere immer weniger haben.

Fazit

Öffne deinen Geist für unseren einzigartigen Planenten. Nimm dir eine Auszeit vom Alltag und pack deinen Rucksack oder Koffer. Begib dich abseits vom Alltag auf deine ganz persönliche Selbstfindungsreise.

Du hast bereits alles, um glücklich zu sein. Finde es für dich heraus!

PS: Passende Literatur zur Selbstfindung findest du hier.

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Kommentare

  1. Holger sagt:

    Schön geschrieben. Seine Komfortzone zu verlassen ist für viele nicht einfach, besonders dann, wenn man es noch nie getan hat oder es tun musste.

    Warum fahren so viele Menschen immer an ein und den selben Ort in Urlaub? Weil sie das Neue scheuen. Für mich unvorstellbar. Dann kann man doch gleich zuhause bleiben.

    Klar erfordert vieles erst einmal Überwindung, aber wenn ich mich nicht überwunden hätte, mit Gunnar ins Raftingboot zu steigen und eine Fahrt auf Stromschnellen der Höchsten Klasse gebucht hätte, wären wir heute um eines der schönsten Erlebnisse ärmer. Noch besser: Wenn ich mich nicht getraut hätte aus dem Boot ins nur 8 Grad kalte Wasser zu springen (im Neopren) und 10 Minuten auf dem Rücken liegend den Fluss hinunter zu treiben. Ich würde mich heute sowas von ärgern, weil es einfach nur geil war. Es gibt hundert Beispiele die ich noch anführen könnte und ich war hinterher immer so froh und glücklich einen ganz besonderen Moment erlebt zu haben, auch wenn ich vorher Schiss davor hatte oder es tierisch anstrengend war. Man lebt nur einmal.

    • Igor Igor sagt:

      Hej Holger
      Ein schöner Kommentar – danke!
      Du machst das absolut richtig und ich würde mir so sehr wünschen, dass noch viel mehr Menschen so zu leben lernen.
      Liebe Grüsse, Igor

  2. Ola sagt:

    Sehr gut geschriebener Post!
    Ich habe vor einiger Zeit entschieden, meine Komfortzone öfter zu verlassen und habe angefangen mehr auszuprobieren. Vor allem als ich alleine gereist bin oder mehr Kontakt zu den Einwohnern hatte, hat es mich persönlich wachsen lassen. Ich glaube mehr leute sollten sich für Dinge die anders sind öffnen.

    • Igor Igor sagt:

      Hej Ola
      Freut mich zu lesen, dass du ebenfalls den wahren Wert des Reisens für dich entdeckt hast! Weiterhin ganz viel Spass!
      Grüsse, Igor

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