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Marrakesch Tipps aus 1’001 Nacht

Marrakesch Tipps Sehenswürdigkeiten
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Marrakesch, oh Marrakesch! Wie sehr habe ich mich gefreut, dich zu sehen. Nicht nur, weil du in Afrika und somit meinem sechsten Kontinent bist, sondern vor allem wegen all den schönen Bildern, die ich zuvor von dir gesehen habe.

Marrakesch ist ein sehr spezieller Ort, wunderschön und stressig zugleich. Über einen Besuch in einer völlig anderen Welt.

Fakten über Marrakesch

  • Marrakesch ist heiss! Im Sommer gehen die Temperaturen teilweise sogar auf über 40 Grad.
  • In Marrakesch und ganz Marokko sind arabisch und berberisch die offiziellen Sprachen. Französisch ist keine offizielle Landessprache, wird aber im ganzen Land als Handelssprache verwendet. Englisch ist vor allem im Tourismus stark verbreitet.
  • Marrakesch ist in zwei Teilen aufgeteilt. Das klassische Marrakesch mit der Medina mit ihren Souks und das moderne Marrakesch, mit all den Einkaufsmöglichkeiten und zahlreichen Bürogebäuden.
  • In Marrakesch kostet alles. Nach dem Weg fragen hat seinen Preis. Leider wird einem hier oft nicht aus Gastfreundschaft sondern aus finanziellem Interesse geholfen. Lade dir unbedingt eine GPS App für die Reise herunter. Es sei denn, du möchtest mehr Trinkgeld verteilen, als du für dein Essen ausgibst.
  • Fotos von fremden Personen machen ist nicht willkommen. Bitte vorher immer fragen, ob es erlaubt ist und ob ein Trinkgeld dafür verlangt wird.
  • Tourismus ist eine wichtige Einnahmequelle vor Ort. Deshalb immer, wirklich immer den am Anfang zu hohen Preis runterhandeln. Selbst und vor allem bei Taxifahrern. Am Tag darf eine Taxifahrt nicht mehr als 50 Dirham kosten, nach Sonnenuntergang sind maximal 100 Dirham nötig. Es gibt in Marrakesch unzählige Taxis, sage deinen maximalen Preis und gehe weiter, wenn du nicht einverstanden bist. Meistens knicken sie dann ein. Es ist leider nötig, mit den Taxifahrern so umzugehen. Du brauchst dabei kein schlechtes Gewissen zu haben, die verdienen durch Touristen immer noch überdurchschnittlich gut.
  • In ganz Marokko wird in Marokkanischen Dirham bezahlt, diese haben ein Verhältnis von ungefähr 10:1. Mit dem Wissen, dass 10.- Dirham 1.- € sind, lassen sich die Preise natürlich leichter verhandeln.
  • Am besten wechselst du dein Geld direkt nach der Ankunft in Marrakesch am Flughafen. Eine Einfuhr ist verboten und bei dem guten Wechselkurs vor Ort auch nicht nötig.
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Willkommen in Marrakesch

Die Anreise in Marrakesch ist gleichzeitig das Eintauchen in eine völlig andere Welt. Mit Marokko habe ich meinen sechsten Kontinent besucht, davor bereits vieles gesehen und erlebt und dennoch hier vor Ort das erste Mal im Leben einen wirklichen Kulturschock gehabt.

Marrakesch ist eine andere Welt!

Noch am Flughafen habe ich mir für knapp 70.- Dirham, also ca. 7.- € eine SIM-Karte mit einem Guthaben von 5 GB gekauft, um einfach vor Ort freier und unabhängiger zu sein. Obwohl es sehr schön sein kann, auch ohne ständige Internetverbindung zu reisen, ist es in Marakkesch empfehlenswert, welche zu haben.

Warum?

Weil in der Medina die vielen Gassen kompliziert aufgebaut sind und es einem Labyrinth ähnelt. Da willst du nicht verloren gehen. Und weil du, sobald du etwas verloren um dich herum schaust, sofort von ein paar geschäftstüchtigen Jugendlichen angesprochen wirst, die dir ihre “Hilfe” anbieten wollen. Das dabei nichts kostenlos ist, muss hier erwähnt werden. Leider.

Im Herzen der Medina fahren zahlreiche Autos ohne ein wirkliches System, zumindest schaut es danach aus. Jeder nimmt sich seinen Vortritt, auch wenn er diesen vielleicht nicht zum Anspruch hat. Fussgängerstreifen dienen bloss als Dekoration, denn ohne eine rote Ampel haltet hier niemand an.

Während unseren Aufenthalt von fast einer Woche ist es ein Mal passiert. Ein einziges Mal.

Sehenswürdigkeiten & Highlights

Allgemein kann für die berühmten Orte in Marrakesch gesagt werden, dass diese auch relativ stark besucht werden. Manche mehr, manche weniger. Bei manchen waren wir überrascht, wie viele Menschen da sind, bei anderen wiederum staunten wir, wie einfach es war ein Foto zu machen, ohne das dir ständig jemand in das Bild reinläuft. Es ist vom grossen Vorteil ganz früh vor Ort zu sein, oder kurz vor Ladenschluss. Niemand steht halt gerne allzu früh auf und kurz vor Tagesende sind die meisten Reisegruppen auch schon weitergezogen.

  • Authentischstes Marrakesch erlebst du am besten, wenn du dich einfach in den sogenannten Souks verlierst, durch die Gassen schlenderst und das hektische Leben um dich herum einsaugst. Das ist Marrakesch! Einen speziellen Ort um die Souks zu erleben brauchst du nicht zu suchen. Egal wohin zu gehst, du wirst früher oder später mitten drin sein. Die Souks sind ideal, um mit ein paar älteren Einheimischen in lustige und ebenfalls interessante Gespräche zu kommen und dabei etwas über sie und das Leben in Marokko zu lernen.
  • Wenn du schon dabei bist, authentisches Marrakesch zu erleben, kann ich dir nur empfehlen in einem Riad zu übernachten. Ein Riad ist ein typisches Wohnhaus mit einer schönen Terrasse, einem grösseren Innenhof und oftmals einem Pool. Alles in einem sehr orientalischen Stil gehalten. Dieser Wohnstil ist so marokkanisch, das sich selbst Einheimische erfreuen, wenn du ihnen sagst, dass du anstatt in einem normalen Hotel in einem Riad übernachtest.
  • Der Marktplatz Djemaa el Fna ist einfach nur genial! Tagsüber noch relativ unscheinbar, kannst du dir bei der herrschenden Hitze in den zahlreichen Restaurants etwas leckeres zum Essen kaufen oder einfach ein erfrischendes Getränk gönnen. Auch gibt es hier eine grosse Menge an kleinen Geschäften, in denen du dir allerlei orientalische Souvenirs kaufen kannst. Während der Abenddämmerung trommeln die Strassenmusiker die Nacht ein und plötzlich stampfen unzählige Markstände aus dem Boden hervor und bieten den Besuchern eine Vielfalt an Leckereien. Insidertipp: Le Grand Balcon Cafe Glacier bietet sich perfekt für eine Aussicht auf den Markt.
  • Vergiss nicht, die typische Marokkanische Küche vor Ort zu testen. Die Restaurants in Marrakesch sind einen Besuch wert und lassen dir einen schönen Einblick in deren Gastfreundschaft gewähren.
  • Die Koutoubia Moschee ist das Wahrzeichen von Marrakesch. Diese in etwas untypischen Stil gebaute Moschee liegt in unmittelbarer Nähe vom Marktplatz Djemaa el Fna und bezaubert mit ihrer äusseren Schönheit. Ein Blick von innen ist nur muslimischen Besuchern gestattet. Allgemein darfst du in ganz Marokko als nicht Muslime in nur zwei Moscheen rein. Das wären in Casablanca die Moschee Hassan II und in Meknes die Grabmoschee von Moulay Ismail.
  • Der Bahia Palast ist einer der grossen Highlights in Marrakesch! Seine Schönheit ist erstaunlich. Ein wahrhaftiges Meisterwerk. Noch Heute finden hier Besuche, Konzerte und Kunstausstellungen statt. Ein Traum! Für 70.- Dirham kannst du diesen wundervollen Ort live und in Farbe bestaunen.
  • Möchtest du in einen Garten voller Kunst eintauchen? Dann bist du im Jardin Majorelle bestens aufgehoben. Der Garten wurdem vom französichen Maler Jacques Majorelle angelegt und erinnert bis heute an sein Werk. Für 70.- Dirham bist du bereits dabei. In unmittelbarer Nähe befinden sich auch das  Museum von Modedesigner Yves Saint Laurent, welcher übrigens im Jahr 1980 auch den Garten gekauft hat. Für einen Eintritt in das Museum des Modedesigners musst du weitere 100.- Dirham auf den Tisch legen.
  • Der Secret Garden, heutzutage auch kein wirkliches Geheimnis mehr, ist die Ruheoase selbst. Wenn du genug vom hektischen Alltag in Marrakesch hast und dir im Herzen von Medina etwas Entspannung gönnen möchtest, solltest du hier unbedingt vorbeischauen. Der Garten war bis vor kurzem der Öffentlichkeit nicht zugänglich. 50.- Dirham kostet der Spass.
  • Das Marrakesch Museum, oder auch als Dar-Si-Said-Museum bekannt, ist ein weiterer Ort voller Ruhe und Schönheit. Der Weg dahin gestaltet sich teilweise etwas als stressig, weil du bis dahin gefühlt 100 Mal angesprochen wirst. Vor Ort angekommen geniesst du hingegen wundervolle Ruhe und einen unvergesslich schönes Museum. Für schlappe 50.- Dirham bist du dabei.
  • Weitere besuchenswerte Orte in Marrakesch sind unter anderem die ehemalige Koranschule Medersa Ben Youssef, der historische El-Badi-Palast oder der Gewürzemarkt im alten Judenviertel Mellah.
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Marrakesch ist schön, schön anstrengend

Ich könnte dir hier nur die schönsten Seiten von Marrakesch aufzeigen, sodass du ein möglichst positives Bild vom Ort hat. Doch geht es hier um authentische Reisen und so muss gesagt werden, dass Marrakesch teilweise sehr anstrengend sein kann.

Wie bereits erwähnt, wirst du jeden Tag gefühlt an jeder Ecke von jemanden angesprochen, der dir den Weg zeigen möchte oder sonst wie helfen will. Die Sache ist nur, dass es in den allermeisten Fällen nicht aus wirklicher Gastfreundschaft passiert, sondern weil finanzielles Interesse dahinter steckt. Und dann sollen es auch gleich ein paar Euros sein, schlussendlich gibt sich niemand mit wenig zufrieden.

Während unserem Aufenthalt in Marrakesch haben wir genauso wundervolle Menschen kennengelernt, die es schätzten einfach nur ein bisschen mit Fremden zu plaudern und dabei ihre persönliche Geschichte erzählen konnten. Solche Momente bleiben selbst nach der Reise bestens in Erinnerung. All die vor allem jüngeren und teilweise sehr anstrengenden “Helfer” hingegen will man gerne schnell aus der Erinnerung verbannen. Interessanterweise wurden wir in Agadir kein einziges Mal vom jungen Publikum angesprochen. Geht doch.

Nichtsdestotrotz in Marrakesch eine wundervolle Stadt mit unvergesslich schönen Orten und Menschen, die einem schnell ans Herz wachsen.

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4 Kommentare

  1. 23. August 2018 / 19:50

    Ein schöner Beitrag!
    Wir waren letztes Jahr auf unserer Marokko-Reise auch in Marrakesch und im Vergleich zu Dir hat es uns die Stadt leider nicht gefallen. Deine Highlights haben wir auch (fast) alle gesehen und können wir auch nur empfehlen, aber leider hat uns das ganze “drumherum” in Marrakesch nicht zugesagt. Da haben uns andere Städte in Marokko deutlich mehr gefallen.
    Aber es wird ja auch oft gesagt, dass Marrakesch sich nochmal von allen anderen marokkanischen Städten unterscheidet (je nach Person positiv oder negativ)

    Aber genau deswegen ist es auch ein toller Beitrag – wäre ja langweilig wenn wir alle die gleiche Meinung hätten 😉
    Und: super Fotos, da kommt das 1001 Nacht Feeling sehr gut rüber!

    Liebe Grüße
    Lisa & Stefan

    • Igor
      Autor
      24. August 2018 / 8:50

      Vielen Dank für das Kompliment, Lisa und Stefan. Weiss ich zu sehr zu schätzen, da ich auf einen immer grösseren Wert auf Fotografie lege. Muss sagen, dass mich der Kommentar etwas überrascht, weil ich bis anhin dachte, dass der Artikel einen eher kritischen Ton hat. Habe den Artikel entsprechend noch etwas ergänzt. Uns war es ebenfalls teilweise anstrengend, gefühlt 100 Mal pro Tag “Nein danke, kein Interesse” zu sagen. Da waren wir auch froh, in unserem Riad, einem schönen Restaurant oder in einem Palast unsere Ruhe zu finden. Irgendwann nimmt man es lockerer und lässt sich von all den meistens jungen Leuten nicht beirren, anstrengend ist es dennoch. Im Grossen und Ganzen sind wir aber sehr glücklich es möglichst authentisch erlebt zu haben. Liebe Grüsse zurück, Igor

  2. 1. September 2018 / 12:38

    Lieber Igor
    danke für diesen wunderschönen Beitrag.
    Ich war 2005 in Marokko (Rabat, Casablanca, Meknès). Die Sehenswürdigkeiten sind toll, klar. Aber ich habe mich einfach nicht wohl gefühlt, aus diversen Gründen. Ich weiss nicht, ob ich Marokko nochmal eine Chance geben soll. Marrakesch sieht auf den Bildern so verlockend aus und ich liebe ja den orientalischen Look.

    • Igor
      Autor
      4. September 2018 / 7:15

      Ich kann das gut verstehen, Helga. Marokko ist schon eine Extrem und nicht für jeden etwas. Für mich persönlich wäre es genial, würden die Jugendlichen wissen, wann genug ist. Dann würden auch all die positiven Eindrücke einem noch viel länger in bester Erinnerung bleiben. Dennoch fand ich es im Grossen und Ganzen eine superschöne Erfahrung und bin froh, vor Ort gewesen zu sein.

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