LEICHTER LEBEN: MIT WENIGER LAST EIGENE TRÄUME VERWIRKLICHEN

27. November 2016

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Die Spitze eines Bergs auf über 5000 m ü.M. lässt sich mit weniger Last auch leichter erklimmen.

Wieviel Last schleppst du täglich mit dir herum?

Wir neigen gerne dazu, nicht nur auf Reisen, sondern auch im Leben viel zu viel einzupacken und mit uns zu tragen. All die Last lässt uns im Leben nicht vorwärts kommen, wie wir es uns eigentlich gerne wünschen. Sie bremst uns vielmehr.

Seien es materialistische Dinge, die unsere Lebensmobilität stark einschränken, oder Menschen, die nicht wirklich unseren Lebensweg gehen und dadurch keine Lebensbereicherung sind.

Es ist höchste Zeit, im Leben aufzuräumen und sich mehr auf die Dinge zu konzentrieren, die wir wirklich brauchen um dorthin zu kommen, wo wir wirklich sein wollen.

Das wird jetzt ein bisschen schwierig, also haben Sie ein bisschen Geduld mit mir!

Wie viel Gewicht hat Ihr Leben?

Stellen Sie sich mal vor, Sie trügen einen Rucksack… Ich möchte, dass sie ihn mit all dem Zeug packen, das Ihr Leben ausmacht: Beginnen Sie mit den kleinen Dingen: Erst, was in den Regalen liegt, dann in den Schubladen, der Krimskrams.

Jetzt kommen die größeren Sachen: Kleidung, elektronische Geräte, Lampen, Ihr Fernseher. Der Rucksack dürfte schon recht schwer sein, aber es geht weiter. Ihr Sofa, Ihr Auto, Ihre Wohnung. Ich möchte, dass Sie das alles in diesen Rucksack stopfen!

Sie bekommen einen zweiten Rucksack.

Nur dieses Mal möchte ich, dass Sie ihn mit Menschen füllen. Beginnen Sie mit lockeren Bekanntschaften, Freunde von Freunden, Ihren Kollegen aus dem Büro. Nun kommen Sie zu den Menschen, denen Sie Ihre intimsten Geheimnisse anvertrauen. Ihre Brüder und Schwestern, Ihre Kinder, Eltern und schließlich Ihr Mann, Ihre Frau, Freund oder Freundin.

Immer rein mit den Menschen. Spüren Sie das Gewicht?

Glauben Sie mir, Ihre Beziehungen sind der schwerste Bestandteil Ihres Lebens. Diese ganzen Streitereien, Diskussionen und Geheimnisse… die Kompromisse.

Je langsamer wir uns bewegen, desto schneller sind wir tot! Machen Sie keinen Fehler! Bewegung ist Leben.

Manche Tiere sind dafür geschaffen, füreinander zu sorgen, symbiotisch für die Lebenszeit zu leben, Star-Crossed Liebhaber, monogame Schwäne.

Wir… sind keine Schwäne – wir sind Haie!“

Besitz als Bremse

Oft schaffen wir uns im Leben Sachen an, um uns eine kleine Freude im Alltag zu machen. Die Werbung, sowie unsere Gesellschaft gibt uns vor, dass wir immer schön konsumieren sollen, weil das der einzig richtige Weg zum Glück und der persönlichen Zufriedenheit ist.

Wir sollen uns das teure Auto kaufen, weil wir sonst nie die Anerkennung von unseren Freunden und den schönen Frauen bekommen. Wir sollen uns die teueren Kleider kaufen, weil diese gerade einfach der letzte Schrei sind. Schliesslich will man dabei sein und zeigen, dass man Ahnung von Mode hat. Wir sollen uns das neuste technische Gadget kaufen, weil es der neuste Stand der Dinge ist und mit der Zeit gehen einfach wichtig ist. Wir sollen diese moderne Wohnungseinrichtung oder das Accesoire kaufen, weil wir ja unbedingt allen zeigen müssen, wie modern wir wohnen.

Die Dinge, die du besitzt, werden letztendlich dich besitzen. – Tyler Durden

Da frage ich mich bloss, ob es uns dabei tatsächlich um unser persönliches Glück geht, oder geht es uns viel mehr darum andere Leute damit zu imponieren? Ist es wirklich sinnvoll, sich persönlich in immer tiefere Schulden oder finanzielle Abhängigkeit vom Job zu jagen, um sich der Aussenwelt als ein Teil der Gesellschaft zu präsentieren?

Ich für meinen Teil kann gut auf diese Gesellschaft verzichten. Auch wenn wir uns den Planenten teilen mögen, lebe ich nicht in der gleichen Welt.

Wenn durch unnötigen Materialismus Menschen in mein Leben treten, dann kann ich gut auf diese verzichten. Im Leben geht es viel mehr darum, dass du glücklich bist. Versuche nicht, andere Leute zu beeindrucken.

Es ist wirklich nicht nötig, sich irgendwelche Kredite um den Hals zu werfen und dadurch nur noch tiefer in der aktuellen Lebenslage feststecken zu bleiben. Ist es nicht wichtiger, möglichst frei zu sein und sich zu bewegen? Flexibilität haben und das machen zu können, worauf man Lust hat?

Reisen ist ebenfalls ein teurer Konsum!

In der Hinsicht gebe ich dir absolut Recht, Reisen ist ein teures Hobby. Bloss sollte Konsum, der einen in Ketten setzt und Konsum, der einen Freiheit schenkt, unbedingt getrennt werden.

Natürlich muss auch für Reisen Geld ausgegeben werden, doch bleiben dir Erinnerungen und neue Weltansichten übrig, die dich dein ganzes Leben lang positiv beeinflussen werden. Da gebe ich dir mein Wort drauf.

Jegliches materieller Konsum und Besitz wird dir niemals diese Freude schenken können. Zumindest langfristig.

Wenn ich meine Vergangenheit reflektiere, dann habe ich bloss die schönen Momente, das Lachen, die Liebe und all die anderen wundervollen Gefühle im Kopf, sowie im Herzen. Ob ich noch weiss, was ich dann getragen habe, oder wie modern mein Auto war? Keine Ahnung!

Wenn du denkst, dass materielle Anschaffungen dich glücklich machen, dann möchte ich dich auch in diesem Glauben lassen. Wenn du aber auf den Geschmack von der Investition in dich und deinem Glück gekommen bist, dann möchte ich dich herzlich beglückwünschen.

Fakt ist: Materieller Besitz macht uns abhängig vom Geld. Geld macht uns abhängig von unserem Job und dieser wiederum macht uns abhängig vom Ort, an dem wir leben und dank all dem Besitz wahrscheinlich auch unser ganzes Leben bleiben werden. Willst du das wirklich?

Erst nachdem wir alles verloren haben, haben wir die Freiheit, alles zu tun. – Tyler Durden

Freiheit uns Spontanität im Leben funktioniert bloss, wenn du nicht von vielen anderen Dingen im Leben abhängig bist und darauf erstmal Rücksicht nehmen musst.

Stell dir folgende Situation vor: Dich packt die Reiselust und du möchtest relativ spontan einfach mal wieder weg und eine Auszeit vom Alltag nehmen. Dann aber fällt dir ein, dass du noch so viele Rechnungen offen hast, welche monatlich per Post in deinen Briefkasten flattern. Dein kleiner Traum von einer Auszeit löst sich somit schneller auf, als dass der Briefträger geklingelt hat und wieder verschwindet.

Auch wenn du keine hohen monatlichen Ausgaben haben magst, je mehr du besitzt, desto schwerer wird es für dich sein, einfach so von den Dingen loszulassen, deine Sachen zu packen und loszuziehen.

Besitz belastet nun mal und tötet die Spontanität. Frage dich stets im Leben, ob du deinen nächsten materiellen Einkauf wirklich brauchst, oder ob er dich eher abhängig und träge machen wird?

Menschen als Bremse

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Der Traum meinen Geburtstag auf dem Machu Picchu zu verbringen, konnte mit den richtigen Menschen erfüllt werden.

Vielleicht mag es etwas dramatisch klingen, doch es gibt in unserem Leben wirklich viele Menschen, die uns auf unserem Weg aufhalten.

Es ist auf jeden Fall falsch, im Leben jemand anderem die Schuld zu geben, wenn du dein Leben nicht so leben kannst, wie du es dir wünschst. Und weisst du warum?

Du alleine bestimmst über dein Leben.

Genau deshalb ist es wichtig, dass jeder für sich selbst herausfindet, welche Ziele und Träume nur darauf warten, erfüllt zu werden. Zu sagen, dass andere daran schuld sind, weil etwas nicht erreicht wurde ist wohl die einfachste Ausrede überhaupt.

Doch ist es wichtig, so stark zu sein und sich selbst einzugestehen, dass gewisse Menschen in unserem Leben einfach nicht unsere Lebensvision teilen und uns damit auch aufhalten mögen.

Verstehe mich nicht falsch, auch ich habe andere Ziele und Träume als mein engster Kreis an Leuten, die mir im Leben wichtig sind. Das ist auch absolut legitim.

Wichtig ist bloss, dass ich mir von niemanden einreden lasse, was für mich wichtig ist.

  • Du willst dich zur Ruhe setzten und nicht mehr die Welt erkunden? Cool, ich packe schon mal für meine nächste Reise, alleine wenn es sein muss.
  • Du willst dir nicht den nächsten Adrenalinkick holen? Kein Problem, warte auf dem Boden, während ich das Leben spüre.
  • Du willst, dass ich mich für dich verändere und meine Träume aufgebe? Tschüss!

Ich habe für mich entschieden glücklich zu leben und in mein Leben bloss Menschen reinzulassen, die mir gut tun. Ich bin ein durchaus positiver Mensch und brauche niemanden, der mich runterzieht. Für diejenigen gibt es genug Gleichgesinnte, mit denen sie lieber abhängen sollen.

Streitereien und unnötige Diskussionen haben bei mir nichts verloren. Wenn wir nich zueinander passen, dann verlieren wir bloss unsere Zeit. Wenn es etwas zu besprechen gibt, dann wird das erwachsen und sachlich getan.

Geheimnisse und Unehrlichkeit rauben bloss meine Energie. Dafür ist das Leben viel zu kurz, um sich damit zu stark auseinander zu setzten und wertvolle Lebenszeit zu verschwenden.

Kompromisse einzugehen, mit denen ich auf keinen Fall glücklich werde? Wozu? Wenn ich damit nicht glücklich bin, ist es auch kein Kompromiss sondern ein Aufgeben meiner Lebensvision.

Egoismus als Förderer

Du magst vielleicht denen, dass meine Lebenseinstellung ignorant und egoistisch sein mag, doch ist es das wirklich?

Ist es nicht unheimlich wichtig im Leben, sich von Sachen und Menschen zu trennen, die einem nicht gut tun, um Platz für Sachen und Menschen zu machen, die einem täglich ein Lächeln ins Gesicht zaubern?

Egoismus ist geil!

Es gibt so viele wundervolle Menschen, welche in unser Leben treten und wir nehmen leider manchmal nicht mal wahr. Sie fallen uns gar nicht auf, weil unsere Lebensenergie von anderen ausgesaugt wird, die uns nicht gut tun. Zeit zum aufräumen!

Sei ein Egoist und denk an dich selbst. Erfülle deine Träume mit Menschen, die den gleichen Traum haben und. Lass deinen Träume zur Realität werden.

Wie wirst du deine Lasten los?

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Kommentare

  1. Michelle sagt:

    Und nochmals ‚juckt‘ es mich in den Fingern und ich muss einen Kommentar tippen!
    Du sprichst mir wirklich aus der Seele. Ich habe immer wieder das Gefühl, dass dieser ganze materielle Ballast einem die Luft zum Atmen nimmt. Ich bin momentan daran den grössten Teil meines Besitzes zu verkaufen. Jedesmal wenn wieder was weg ist bin ich happy (auch weil das Geld in die Reisekasse fliest). Aber was mich eigentlich noch fast mehr beschäftigt als der materielle Aspekt ist die menschliche Seite. Ich weiss nicht ob es nur mir so geht, aber ab und an bekomme ich das Gefühl dass Kollegen die ganze Reiserei respektive meinen Lebensstil versuchen schlecht zu reden. Oder besser gesagt auszureden. Ganz nach dem Motto „Das funktioniert sowieso nicht und wie willst du denn Geld verdienen. Das Ganze ist doch so unsicher.“ Mittlerweile habe ich mich damit abgefunden und versuche mich nicht mehr darüber aufzuregen. Und trotzdem finde ich es schon nicht immer einfach nicht darauf zu hören. Besonders wenn diese Aussagen von Menschen in meinem engen Umfeld kommen. Es würde mich interessieren ob du auch solche Erfahrungen gemacht hast und wenn ja wie du damit umgehst.
    Herzlichst, Michelle

    • Igor Igor sagt:

      Freut mich, dass du meine Ansichten teilst, Michelle. Ich kenne es ebenfalls nur zu gut, dass andere Menschen meinen, es besser für mich zu wissen, selbst aber leider noch so viele Baustellen offen haben, um die sie sich lieber erstmal kümmern sollten. Nun ja, ich gehe damit so um, dass ich manchmal ziemlich sturköpfig bin. Dann motivieren mich solche Aussagen noch mehr, einfach das zu machen, worauf ich Lust habe und wonach mein Herz schreit. Niemand von denen muss mit meinem Leben klarkommen. Ich verfolge nur die Regel, dass ich niemanden mit meinen Entscheidungen schade. Ich stehe hinter jeder Entscheidung in meinem Leben, auch wenn es am Schluss doch nicht so gekommen ist, wie ursprünglich geplant. Das gibt den anderen aber nicht die Bestätigung, dass sie es von Anfang an besser wussten. Ganz im Sinne von „Shoot for the moon. Even if you miss, you’ll land among the stars.“ erlebe ich auf meinen Abenteuern unvergessliche Erlebnisse. Von deren Existenz werden die Menschen, die im „sicheren“ leben, niemals erfahren.

  2. Iris sagt:

    Schöner Bericht. Ich denke, dass Materielle kann jeder wie er mag eingrenzen oder auch nicht. Schwieriger wird es mit den Mitmenschen, denn so manche – wie du schon schreibst, die einen runterziehen können und wollen – hat man im Leben ob man will oder nicht. Das sind keine Menschen im Freundeskreis, denn von denen kann man sich trennen, ich rede von den Mitmenschen, die man sich nicht aussuchen kann und das ist meistens im Arbeitsalltag. Sei es der Chef, die Kollegen oder andere Mitmenschen. Die können dich auch runterziehen und dir reinreden was gut für dich ist. Da ist dann meiner Meinung nach eine Stärke gefragt, die man an den Tag legen sollte, um das nicht an sich rankommen zu lassen. Mit allem anderen liegst du absolut richtig und die Menschen, die lieber im „sicheren“ Leben bleiben wollen, wissen nicht was sie verpassen. Genieße dein leben, du hast nur eins !!!
    VG
    Iris

    • Igor Igor sagt:

      Danke für den wertvollen Kommentar, Iris! Ich war teilweise bei früheren Arbeitsgebern was die Menschen betrifft auch nicht ganz zufrieden, was ebenfalls meine Arbeitszufriedenheit etwas schmälerte. Hier habe ich auch den Mut gefasst und die Arbeitsstelle gewechselt. Jetzt arbeite ich in einem grossartigen Team mit wundervollen Menschen. Natürlich ist mir bewusst, das ein Stellenwechsel nicht ganz immer so einfach ist und ein paar Lebensumstände da einem einen Streich spielen können.

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