FIJI BEI NACHT: VORSICHT IM DOWNTOWN

1. Januar 2016

Fidschi Fiji Airways

Der Flug mit Fiji Airways war angenehmer als gedacht.

Fiji und deren Inseln sind bekannt für ihre paradisischen Strände, unzähligen Korallenriffe, wundervolle Sonnenuntergänge, durchaus interessante polynesische Kultur und das gute Wetter. Doch es kann auch mal weniger touristisch kommen.

Bula bei Fiji Airways

Auf der kleinen Weltreise Anfang 2015 besuchte ich mit meinem Kumpel Tino als vorletzte Destination die Inselgruppe Fji.

Von Sydney aus nahmen wir den Flug mit Fiji Airways Richtung Nadi. Nach einem mehrstündigen Flug und ganz viel „Bula“ (bedeutet Hallo und wird während dem Flug bei jeder Gelegenheit gesagt) kamen wir auf der Hauptinsel Viti Levu an.

Dabei landeten wir in der Stadt Nadi und nicht in der Hauptstadt Suva. Uns wurde bei der Reiseorganisation gesagt, dass die meisten kleinen Inseln im Westen liegen und da ist er nur logisch, dass wir von Nadi aus weiterreisen würden.

Da ich schon im Jahr 2010 in Hawaii drei Monate lang gelebt habe, dachte ich mir, dass Reisen in Polynesischen Ländern etwa gleich sind, doch ich hatte mich getäuscht.

Nach der Passkontrolle wollten wir schon den Taxistand aufsuchen als mein Kumpel plötzlich meinte, dass zwei herzliche Damen ein Schild mit unserem Namen hielten. Tatsächlich haben uns welche von der Reiseorganisation schon erwartet.

Wir wurden sehr freundlich mich Muschelketten begrüsst und in einen Raum geführt, wo unsere Fahrt zum Hotel im Downtown organisiert wurde.

Die streunenden Hunde von Fiji

Während der Fahrt zum Hotel sind uns extrem viele streunende Hunde auf den Strassen aufgefallen. Aber zum Glück waren wir mit dem Auto unterwegs und diese Plage scheint nur weit ausserhalb der Zivilisation zu existieren.

Nachdem wir zum Hotel im Downtown angekommen sind schaute ich noch im Auto meinen Kumpel an um zu sehen, ob er in etwa das gleiche denkt. Sein Blick war genauso unbeholfen wie meiner.

Wir wurden im Hinterhof ausgeladen und das Hotel schaute mehr als fraglich aus.

Und da sollen wir übernachten?

Zum Glück war es nur für eine Nacht, da es am nächsten Morgen schon auf die kleine Insel gehen sollte.

Das eigentliche Ziel hat den Namen „Kadavulailai Island“, aber da wir Touristen mit der Aussprache so unsere Probleme hätten, nannte man sie offiziell „Bounty Island“.

Im Hotel angekommen war der Empfang wiederum ganz herzlich und dennoch etwas chaotisch.

Nach dem langen Flug und dem ersten Schrecken über das Hotel wollten wir unbedingt noch etwas essen. Das Hotelpersonal hat uns angeboten für uns zu kochen. Doch abenteuerlustig wie wir sind, wollten wir in die Stadt und uns ein bisschen umsehen.

Wenn ich jetzt so zurückdenke, war das glaube ich ganz alleine meine Idee .

Sorry Tino!

Wenn der grosse Hunger kommt

Rausgekommen aus dem Hotel machten wir uns auf dem Weg zum nächsten Restaurant in Fiji Downtown mit einem mulmigen Gefühl im Magen. Das Gefühl kam leider nicht nur wegen dem Hunger.

Es waren weit und breit keine Strassenlaternen vorhanden, die Einheimischen sassen zum grössten Teil auf dem Boden und begrüssten uns mit Bula – manchmal auch etwas unsympathisch.

Dann wurden wir von einem älteren einheimischen Mann angesprochen, der sich ein bisschen über uns informierte.

Wir erklärtem ihm, dass wir gerade eben angekommen sind und ziemlich Hunger haben. Darauf wollte er uns ein Restaurant empfehlen, wo wir sehr skeptisch erstmal verneinten und weiterlaufen wollten. Doch er lies sich nicht abwimmeln und lief mit uns mit.

Na gut, geben wir ihm eine Chance!

Immerhin sind wir zu zweit und er alleine. Ausserdem werden wir ihm sicher nicht folgen, wenn er uns in eine noch dunklere Gasse führen will.

Interessanterweise reagierten die Menschen auf der Strasse mit ihm unterwegs nun völlig anders auf uns. Wir fühlten uns unwohl, aber doch irgendwie sicherer.

Endlich angekommen im Restaurant hatte ich ein etwas besseres Gefühl.

Erstens, weil ich wusste, dass es bald was zum Essen gibt uns zweitens, weil das Restaurant mit einer sehr guten Bewertung von TripAdvisor geworben hat. Ich weiss bis heute nicht, ob die Bewertung echt war.

Während dem Essen und Trinken hörten wir der Band zu, die gerade im Restaurant gespielt hat und redeten mit unserem neuen Freund über Sport und das Leben.

Die Kellnerinnen waren durchaus freundlich und sympathisch. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass sie uns mit ihren Augen fast schon verschlugen haben.

Unser neuer Freund erzählte uns viel von sich aus. Er sei Händler mit einem eigenen Laden im Downtown.

Ebenfalls würde er uns empfehlen, dass wir unseren nächsten Besuch am besten vor Ort buchen sollen. Auch würde er uns am nächsten Morgen zum Hafen fahren.

Wir hatten aber bereits im Voraus gebucht, bedankten uns dennoch für seine Gastfreudschaft.

So freundlich wären sie alle – meinte er zumindest.

Du bist nicht unser Freund

Nach dem Essen, mehreren Bieren vom neuen Freund und meinem Kumpel (ich trinke keinen Alkohol) bezahlten wir zwei ebenfalls für ihn und machten uns wieder auf den Weg Richtung Hotel.

Er wollte uns noch unbedingt seinen Laden zeigen welcher in einer dunklen Gasse war.

Da war sie wieder – die dunkle Gasse!

Da wir uns mit ihm angefreundet haben, war ein gewisses Vertrauen da und wir folgten ihm mit einem mulmigen Gefühl. Trotz dem frisch zu uns genommenem Essen.

Auf dem Weg dahin kamen plötzlich ein paar Jugendliche auf uns zu und warnten uns, wir sollen auf keinen Fall mit ihm weitergehen. Wir fragten noch warum, während unser neuer Freund bereits weitergelaufen ist.

Er merkte schnell mal, dass wir ihm nicht mehr folgen und kam wieder auf uns zu. Leider war er schon wieder so nahe, dass uns die Jugendliche nur etwas panisch in die Augen blickten und nicht gesagt haben, warum wir ihn nicht folgen sollen.

Ohne einen Kommentar zu den Jugendlichen sagte er uns, dass er uns nun zum Hotel begleiten wird.

Da war es wieder – dieses mulmige Gefühl. Was hätte passieren können? Was hatte er vor? Machten die Jungendlichen nur Scherze? Wir werden es wohl nie erfahren und das ist vielleicht auch besser so.

Time to say goodbye

Beim Hotel angekommen wollten wir uns von ihm verabschieden, worauf er meinen Kumpel nach etwas Taschengeld für ein Bier fragte. Ich schaute meinen Kumpel bejahend und verängstlich an, während er für unseren neuen Freund zehn Fiji Dollar aus der Tasche herausholte.

Da dachte ich, wir wären fertig und er geht nun weg – doch er wollte ebenfalls von mir Geld haben. Ohne viel nachzudenken gab ich ihm ebenfalls fünf Australische Dollar mit der Hoffnung, dass wir ihn nie wieder sehen müssen.

Wir hofften, dass er nicht am nächsten Morgen vor unserer Fahrt zum Hafen auf uns warten würde.

Im Zimmer angekommen wussten wir nicht wirklich, wie wir mit der Situation umgehen sollen.

Mein Kumpel war gefühlt noch etwas mehr geschockt als ich, aber ich fühlte mich durchaus unwohl!

Dazu kam noch, dass das Zimmer sehr dreckig war. Die Bettlacken hatten grosse, undefinierbare Flecken und der Duschabfluss war voller Haare.

Lass uns abwechselnd Wache schieben!

Wir hatten ernsthaft darüber nachgedacht gar nicht zu schlafen, oder zumindest abwechselnd. Somit könnte jeweils immer einer von uns aufpassen, während der andere sich erholt.

Die Ankuft in Fiji haben wir uns anders vorgestellt.

Ziemlich erschöpft von den ganzen Erlbenissen an diesem Tag sind wir doch noch eingeschlafen und am nächsten Tag ging er Richtung Hafen ab auf die Bounty Island – ohne unseren neuen Freund.

Dieser Artikel ist Teil der Blogparade „Reisepannen rund um den Globus“.

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Kommentare

  1. Sabine sagt:

    Hallo Igor,
    komischer Typ, aber Hauptsache, es ist alles mehr oder weniger glimpflich ausgegangen 🙂
    Danke für Deine Teilnahme.

    Viele Grüße,
    Sabine

  2. Miri sagt:

    Mein Lieber, schön dass du ein reicher verwöhnter Deutscher bist. Aber du bist in einem Land unterwegs, dass stark von Armut und Verzweiflung gezeichnet ist. Straßenhunde nur als Plage zu bezeichnen und auch alles andere was in deinem Bericht steht ist lachhaft. Typisch Deutsch. Wenn du Angst hast und dich nur beschwerst, dann bleib am besten daheim. Du hast den Sinn des Reisens nicht verstanden. Alles Gute 😉

    • Igor Igor sagt:

      Liebe Miri, dein Kommentar zeigt mir, dass du dich überhaupt nicht mit dem Blog und der Person dahiner befasst hast und deine Entschlüsse sehr oberflächlicher Natur sind. Deshalb werde ich auch nicht detailierter auf dich eingehen und wünsche dir einen wundervollen Start ins neue Jahr!

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