DEUTSCHLAND: WAS SCHWEIZER ÜBER DEN NACHBARN DENKEN

27. Oktober 2016

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Wandmalerei in Rio de Janeiro von Jogis 11.

Deutschland! Oktoberfest, Bier, Brezel, Ballermann und Saufparties. Hat Deutschland mehr als das zu bieten? Wie denke ich aus dem kleinen Nachbarland Schweiz über den grossen Bruder und welche Emotionen weckt das Land bei mir persönlich?

Da war doch dieser Hitler

Selbst nach mehr als 70 Jahren hat Deutschland noch Heute das kleine Übel, stets mit dem Onkel Adolf in Verbindung gebracht zu werden. Ich finde es immer wieder schade, wenn Deutsche sich nicht so richtig trauen, zu ihrem Land zu stehen, weil dann ja die „anderen“ von ihnen denken könnten, sie wären Nazis.

Liebe Deutsche, es ist endlich Zeit mit der Vergangenheit abzuschliessen und in der Gegenwart zu leben. Deutschland wird von so vielen Menschen mit unterschiedlichen Nationalitäten, Hautfarben und Religionen als ihre Heimat angesehen. Da werdet ihr schon was richtig gemacht haben.

Multikulti an jeder Ecke

Einer meiner Hauptgründe, warum ich mich immer mal wieder in Deutschland blicken lasse ist, dass eben genau diese Mischung und das ganze Multikulti Deutschland so schön bunt macht.

Wenn ich in Deutschland durch die Strassen laufe, sehe ich einen Brezelstand und und ein paar Meter weiter die nächste Dönerbude. Oder der Bierschuppen mit typischem Bayernmuster auf dem Logo und auf der anderen Strasse eine Shishabar, gefüllt mit Ausländern von überall.

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Liebes Deutschland, auch du bist nicht fehlerfrei.

Vielfalt an Natur und Kultur

Beim grossen Nachbarn hast du so viel zu bestaunen. Überall zahlreiche riesige Städte, atemberaubende Sehenswürdigkeiten und wundervolle Natur. Wenn die Welt nicht so gross und abwechslungsreich wäre, könnte ich jedes Jahr nur in Deutschland neue Ecken entdecken.

Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Schiller, Ludwig van Beethoven. All diese Dichter und Denker sprechen für die Kultur der deutschen Geschichte.

Noch Heute begleitet mich die deutsche Sprache täglich in meinem Leben. Als grosser Rapmusikfan höre ich den Sprachartisten täglich zu und versetze mich mit deren Musik in eine andere Welt, während sich meine eigene für einen kurzen Moment ohne mich weiterdreht.

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Der Frankfurter Main.

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Frankfurt, wie ich es liebe.

Autobahngötter

Oh! Mein! Gott! Wie sehr es mir jedes mal ein Lächeln im Gesicht zaubert, wenn ich auf den deutschen Strassen unterwegs bin und endlich das befreiende Strassensymbol kommt und mir sagt:

Junge, gib mal Gas!

Ich liebe es richtig, in Deutschland auf das Gaspedal drücken zu können, und keine Angst vor einem Busgeld haben zu müssen. Und selbst wenn es passieren würde, ist es im Gegensatz zu der Schweiz verdammt billig. Hier tut ein Busgeld schon mal richtig weh!

Von den deutschen Autos muss ich nicht mal anfangen zu sprechen. Audi, Mercedes und BMW. Meiner Meinung nach die Top 3 Automarken dieser Welt. Das ist deutsche Qualität!

Anmerkung: Du kannst bei den Automarken ruhig anderer Meinung sein. Mir (Curry)wurst!

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Der Besitzer hat sicher auch Freude an der deutschen Autobahn.

Der grüne Wahnsinn

Selbst als ich im Rio de Janeiro auf der Copacabana spazieren war, wurde ich an die deutsche 11 erinnert. Dort prangt auf einer grossen Wand eine Malerei von der 7:1 Niederlage von Brasilien gegen Jogis Jungs. Ebenfalls wird ganz gross an das Finale gegen Argentinien erinnert, wo die Jungs den Sack zugemacht haben.

Bei einem Blick auf die Nationalmannschaft siehst du auch sofort, was ich mit dem Multikulti gemeint habe.

Da ich sowieso ein grosser Bayernfan bin und die Bundesliga verfolge, ist der deutsche Fussball ständig ein Thema bei mir und in meinem Freundeskreis.

Mia san mia!

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7:1. Ohne Worte.

Ich liebe deutsche Land

Ganz ehrlich – ich mag Deutsche. Ich weiss nicht wirklich, woran es liegt. Ich habe einfach eine grosse Sympathie diesem Volk gegenüber.

Ich mag es, wie schön die deutsche Sprache akustisch in meinen Ohren klingt. Ich mag es, wie Deutsche offen und herzlich auf neue Menschen zugehen. Ich mag es, dass ich in Deutschland immer mit offenen Armen empfangen werde. Ihr seid auf jeden Fall ein korrekter Nachbar.

Deutschland – ich hab dich lieb!

PS: Möchte hiermit anmerken, dass ich kein Schweizer oder „Eidgenosse“ im herkömmlichen Sinne bin. In meinen Adern fliesst kroatisches Blut. Da ich jedoch mittlerweile 2/3 meines Lebens in der Schweiz lebe, schlagen in meiner Brust zwei Herzen.

Dieser Artikel ist Teil der Blogparade „Made in Germany“.

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Kommentare

  1. Johanna sagt:

    Hallo Igor,
    das ist ja mal ein netter Beitrag! 🙂 Es freut mich total zu lesen, dass dir Deutschland so gefällt. Du hast schon Recht wenn du sagst, dass wir Deutschen endlich mal lernen sollen stolz auf unser Land zu sein. Aber es gibt halt leider immer noch viele Vorurteile, vor allem in Ländern, die ein bisschen weiter weg sind und nicht so wie die Schweiz unsere unmittelbaren Nachbarn sind. 😉
    LG Johanna

    • Igor Igor sagt:

      Herzlichen Dank Johanna!
      Wir werden unser ganzes Leben mit irgendwelchen Vorurteilen konfrontiert werden. Diese dürfen uns niemals dabei einschränken, so zu leben, wie wir es für richtig halten.

  2. Hans-Georg sagt:

    Ich fahre auch gern schnell wo man darf, manchmal auch da, wo man nicht darf. Trotzdem finde ich, dass das Autofahren auf Autobahnen in Ländern mit Geschwindigkeitsbegrenzung viel entspannter ist.
    Und was unsere Vergangenheit betrifft: Man darf und soll sie natürlich nicht vergessen, zuviel unbeschreibliches Leid ist damals geschehen. Aber wir sollten stolz auf Deutschland sein, so wie es jetzt ist.

    • Igor Igor sagt:

      Hej Hans-Georg, du Rebelle! 🙂
      Klar, ich gebe sehr gerne Gas, werde dadurch aber auch viel schneller müde. Da versteht man schnell die Formel 1 Fahrer.
      Die Vergangenheit macht uns zu dem, der wir sind. Dennoch ist uns nur die Gegenwart sicher. Geniessen wir sie.

  3. Iris sagt:

    Hallo Igor,
    ein schöner Artikel und warum so viele nicht stolz auf DE sind obwohl sie vielleicht erst weit nach dem Krieg geboren wurden, kann ich nicht verstehen. Die Vergangenheit ist vorüber, sollte man nicht vergessen und daraus lernen, dass so ein Leid nie wieder passiert. Wie du schon schreibst, hat Deutschland noch mehr als die Kriegszeit zu bieten. Das sollten wir genießen und uns nicht verstecken oder schämen.
    LG
    Iris

    • Igor Igor sagt:

      Du hast absolut Recht Iris. Wenn wir unser Handeln ständig nach der eigenen Vergangenheit richten, werden wir nie wirklich frei sein. Einfach daraus lernen und endlich stolz sein.

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