MAILAND: ROADTRIP IN DIE METROPOLE ITALIENS

15. Mai 2016

mailand santa maria delle grazie

Santa Maria delle Grazie mit dem Originalgemälde von „Das Abendmahl“ von Leonardo da Vinci.

Allora! Eigentlich hatte ich vorerst genug von Italien. Ich dachte, dass mein Besuch in Rom vor Kurzem erstmal genug ist. Als nächstes sollte es in ein anderes Land wie zB. Griechenland gehen. Doch die Reiselust hat mich wieder überwältigt und ich packte meinen Rucksack für einen kurzen Städtetrip nach Mailand.

Die kleine Reise nach Italien war etwas untypisch und sorgte danach für staunende Gesichter. Mailand – eine persönliche Reise mit den wahren Werten des Reisens, meinen Tipps und 50’000 Schritten in nur zwei Tagen.

Roadtrip auf italienische Strassen

Da Mailand sozusagen um die Ecke liegt, haben sich mein Cousin Mario und ich entschieden für diese Reise einen kleinen Roadtrip mit dem Auto zu starten.

Schon auf dem Weg dahin wurde ich von einem Freund und Helfer an der Grenze auseinandergenommen, weil ich keinen Schweizer Pass habe und somit wohl gleich verdächtig bin. Vielen Dank dafür!

Weiter unterwegs auf den Strassen von Italien erlebten wir noch eine Verfolgungsjagd zwischen einem italienischen Kleinwagen und einem dahinter rasenden Polizeiwagen.

Das muss die italienische Mafia sein!

Angekommen in Mailand machten wir ein paar unnötige Runden in den Strassen der Grossstadt, während wir nach einem Parkhaus suchten. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir nicht, dass es während unserem Aufenthalt noch viele leere Runden geben wird.

Mailand Fakt #1: Italiener neigen zu erhöhten Geschwindigkeiten.

mailand rosen blumen

Die kleinen Dinge des Lebens.

Entdeckungstour in der Modemetropole

Angekommen im Appartement waren wir viel zu früh dran und konnten noch nicht einchecken. Deshalb schmissen wir unsere Sachen in die Ecke bei der Rezeption und machten uns auf Entdeckungstour.

Was wollen wir uns eigentlich ansehen? Keine Ahnung! Duomo?

Ohne einen wirklichen Plan zu haben, was wir uns eigentlich anschauen wollen, machten wir uns auf den Weg Richtung Mailänder Dom.

Jagen nach Sehenswürdigkeiten hin oder her. Den Dom muss man gesehen haben!

Auf dem Weg dorthin entdeckten wir die laufende Design Expo und machten uns zur Aufgabe die kroatische Flagge an den zahlreichen Masten zu suchen. Wir haben gefühlt alle gesehen, nur die kroatische fehlte irgendwie.

Vorbei an vielen kleinen Cafés und gemütlichen italienischen Restaurants standen wir auf einmal vor dem Castello Sforzesco. Verzaubert von der Schönheit diesen Ortes bei perfekten Wetterbedingungen machten wir einen kleinen Spaziergang in der Gegegnrichtung vom eigentlichen Ziel.

Hinter dem Castello entdeckten wir noch einen wunderschönen Park mit dem Friedensbogen Arco della Pace und dem Aussichtturm Torre Branca. Letzterer bietet sich für eine wundervolle Aussicht auf die zweitgrösste Stadt Italiens perfekt an.

Mailand Fakt #2: In Parks wie auch auf stark befahrenen Strassen sind unglaublich viele Jogger unterwegs.

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Auf dem Weg zum Castello Sforzesco.

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Statue innerhalb vom Castello Sforzesco.

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Sogenannte Kunst mit dem Aussichtsturm Torre Branca im Hintergrund.

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Selfie vor dem Friedensbogen Arco della Pace.

Gelato und der Mailänder Dom

Nach einem schönem Spaziergang durch die Mailänder Geschichte machten wir uns auf den Weg zum Highlight dieser Stadt – Duomo.

Auf dem weg dahin musste noch eine leckere und typische italienische Pizza verschlungen werden. Dazu bekamen wir eine 1 Liter Cola, welche übrigens teuer war als das Essen selbst.

Angekommen beim Dom, wollten wir nicht bloss ein paar Fotos machen und uns dann wieder verziehen.

Lass uns einfach den Moment geniessen!

Ein feines italienische Gelato gekauft und dem netten Eisverkäufer 5.- € in die Hand gedrückt. Die perfekten Bedingungen für einen schönen Tag im Mailand wurden erschaffen.

Wir setzten uns auf die Treppe vor dem Dom hin, schlürften an der Eiscreme und genossen das geniale Wetter. Ebenfalls liessen wir uns nicht die Lieblingsbeschäftigung meiner Reisen entnehmen und beobachteten für eine längere Zeit die Menschen, sowie die zahlreichen Tauben auf dem Platz vor uns.

Einfach nichts machen. Kein Stress und keine Eile ist der wahre Luxus des Reisens.

Mailand Fakt #3: Viele Italiener haben ihre Kleinkämpfe mit dem Grundenglisch.

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Der Mailänder Dom in seiner ganzen überwältigenden Schönheit.

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Diese antikapitalistische „Geste der Liebe“ ist vor der Mailänder Börse aufzufinden.

Mamma Mia, die italienische Küche

Am Abend in ein feines italienisches Restaurant gehörte selbstverständlich dazu.

Hiefür bietet sich das Viertel Naviglio Grande perfekt an. Unzählige Restaurants und zahlreiche Menschen geniessen hier die italienische Küche und das grossartige Ambiente am Ufer. Neben italienischen Spezialitäten gibt es hier ebenfalls Restaurants mit leckerem Essen verschiedenster Länder.

Auch spielt sich hier das Mailänder Nachtleben ab. Viele schöne Menschen trinken, flirten und feiern hier in den nächsten Tag hinein.

Während unserem Aufenthalt probierten wir ziemlich jede italienische Spezialität aus und liessen es uns wirklich gutgehen.

Mailand Fakt #4: Italienische Küche ist nach Mama’s die beste der Welt.

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Sicht auf das Viertel Naviglio Grande mit grossartigen Restaurants und Bars.

mailand fahrrad kunst

Auch eine Möglichkeit sein Fahrrad zu verwenden.

Mehr Mailand, bitte

Eigentlich war der Trip um die Ecke nur für eine Nacht geplant. Wir hatten vor, zwei Tage und eine Übernachtung in Mailand zu verbringen und dann abends wieder heimfahren.

Schon am ersten Tag haben wir schnell eingesehen, dass Mailand einfach richtig geil ist. Deshalb haben wir uns noch eine weitere Übernachtung gegönnt und nicht bereut.

Mailand hat uns die wahren Werten vom Reisen geboten. Wir hatten eine extrem lustige Zeit und dazu perfekte und sehr angenehme Wetterbedingungen.

Den Magen haben wir uns mehrmals richtig vollgeschlagen, was aber bei vielen falschen Routen und 50’000 Schritten in zwei Tagen kein Problem ist.

Es wurde viel gelacht und ebenfalls tiefgründige Gespräche geführt. Die wahren menschlichen Werte wurden grossgeschrieben.

Gegen den Abend wurde dann bei einer feinen Shisha ein Resümee gezogen oder mitten im Ausgangsviertel ein feiner Drink getrunken und über das Leben philosophiert.

Kein Stress. Keine Jagd. Einfach Leben.

Nach der Reise konnte fast niemand glauben, dass wir in der Modemetropole wirklich nichts ausser ein paar Souvenirs gekauft haben.

Schöne Erinnerungen bleiben für ewig. Materieller Konsum vergeht.

Mailand Fakt #5: Mailand bietet viel mehr als bloss die Möglichkeit Geld loszuwerden.

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Kommentare

  1. helga sagt:

    hey Igor, ein schöner Bericht! Ich war im Sommer 2015 in Mailand (zur Expo) und war positiv überrascht. Vor allem vom Essen war ich hin und weg 🙂 Und ich als Frau hab wirklich gar nix geshoppt – nur gestaunt 🙂

    • Igor Igor sagt:

      Vielen Dank Helga!
      Aktuell läuft ja die Design Expo, aber wir sind nicht in die Ausstellungen rein.
      Schön zu lesen, dass du die gleichen Seiten von Milano genossen hast! 🙂
      Grüsse, Igor

  2. Holger sagt:

    Auf unser Reise 2002 in die Toskana haben wir mal in Mailand auf einem Rastplatz im Auto ein paar Stunden geschlafen. Das war nicht so entspannend 😉
    Dein Bericht macht aber Lust dort mal wieder einen längeren Aufenthalt zu planen. Von Hamburg ist es aber nicht grad um die Ecke.

    • Igor Igor sagt:

      Hej Holger
      Nein, im Auto zu schlafen stell ich mir nicht so gemütlich vor. War aber lustigerweise auch unser Plan B, wenn wir kein Hotel für die zweite Nacht gefunden hätten. 🙂
      Grüsse, Igor

  3. Holger sagt:

    Warscheinlich findet man dann über Airbnb immer noch was.

  4. Johanna sagt:

    Hallo Igor,
    mir hat Mailand auch total gut gefallen. Wenn ich den Leuten erhzähle, dass ich Mailand besser fand als Rom, sehen sie mich meistens ungläubig an und denken ich sei verrückt. Aber ich habe mich in Mailand wirklich wohler gefühlt. Ich kann eine Reise in diese Stadt wirklich empfehlen. 🙂
    LG Johanna

    • Igor Igor sagt:

      Hej Johanna
      Wie, dir hat Mailand besser als Rom gefallen? Ich kann’s nicht glauben. 🙂
      Ich finde Mailand toll, aber Rom ist schon was Besonderes.
      Grüsse, Igor

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