BEDROHTE REISEZIELE: GEHT DIE WELT ZUGRUNDE?

22. Dezember 2016

Von den 12 Aposteln sind Heute leider nur noch wenige vollständig übrig.

Klimawandel. Industrialisierung. Wettereinflüsse. Politik. Terror. Armut. Kriminalität. Tourismus.

All das sind Einflüsse, die unseren blauen Planeten stetig verändern und ihn nicht mehr so sein lassen, wie er mal gewesen ist.

Doch ist das überhaupt so schlimm, wie es immer wieder dargestellt wird? Ist die Welt wirklich so böse? Geht sie zugrunde? Sollten wir nicht alle einfach etwas pragmatischer sein und uns den Begebenheiten hingeben, die auf uns zukommen?

Der böse Klimawandel

Überall in den Medien wird davon berichtet, wie schlimm die Erderwärmung unseren Planeten bedroht und das wir endlich was dagegen machen müssen. Nickend stimmen wir den Aussagen zu und ärgern uns darüber, wie schlimm die Welt doch nur geworden ist. Einen Augenblick später steigen wir in unser Auto und fahren fünf Minuten bis zum nächsten Ziel, dabei schön die Welt verschmutzend.

Wie wäre es einfach mal umzudenken und sich, seiner Umwelt und vor allem seinem Körper etwas gutes tun und einfach mal zu spazieren?

Natürlich tragen die grossen Player viel mehr zur Weltverschmutzung bei.

Die bösen, ignoranten Industrien.

Aber sind wir ehrlich. Diese existieren auch nur, weil ein gewisser Bedarf besteht, der wiederum wegen uns einzelnen geweckt wird.

Solange wir als Individium nicht umdenken und die Veränderung werden, die wir uns auf der Welt wünschen, solange haben wir auch kein Recht uns darüber zu ärgern, wie böse die Welt doch geworden ist.

Fairerweise muss auch gesagt werden, dass ein gewisser Klimawandel von Natur aus schon existiert. Diesen würde es auch ohne uns geben. Es sind nicht immer wir, die alles kaputt machen und den Bösewicht spielen müssen.

Schon in der Weltgeschichte, lange vor der Zivilisation gab es Eiszeiten, sowie trockene Phasen. Der Klimawandel gehört zu einem gewissen Anteil von Natur aus einfach dazu.

Beim Rest, welchen wir beeinflussen können, sollten wir endlich mal unseren Allerwertesten hochkriegen und kleine Veränderungen in unseren Alltag einbauen.

„Ein Feuer ist nicht mehr als die Summe kleiner Funken. – Kollegah“

Industrialisierung als Naturzerstörer

Alles wird moderner. Alles muss schneller gehen. Die Städte und Zentren werden immer grösser und umfangreicher, währenddessen die kleinen Dörfer immer rarer werden und teilweise aussterben.

Dadurch verlieren wir als Mensch ebenfalls die Möglichkeit uns einfach mal aus dem Alltagsstress zurückzuziehen und etwas Zeit für uns abseits der Zivilisation zu finden.

Meiner Meinung nach ist das alles nicht so schlimm, wie es vielleicht dargestellt wird. Selbst in New York kann man gut ausserhalb von Manhattan zur Ruhe kommen. Und auch sonst wo auf der Welt bietet die Welt noch viele Ecken voller Naturschönheit, die uns noch lange erhalten bleiben.

Ist die ganze Industrialisierung wirklich solch eine Katastrophe? Ich denke nicht. Allgemein möchte ich nicht einer dieser Menschen sein, der über alles und jeden nörgelt und selbst kein Stück besser ist, bzw. nichts zur Weltverbesserung beiträgt.

Lieber Leser, bitte werde nicht solch ein Mensch. Davon gibt es welche bereits im Überschuss.

Das Gute an der Industrialisierung ist, das dadurch viele Menschen ein bessere Ausbildung geniessen können, einen besseren Job kriegen und dadurch eventuell auch die Möglichkeit bekommen, sich im Leben etwas zu leisten, was mit einem Leben auf dem Bauernhof nicht realisierbar wäre.

Die Welt ist nicht gut oder böse. Die Welt ist.

Wichtig ist bloss, was wir aus den Gegebenheiten auf der Welt machen. Und noch viel wichtiger ist, das wir aufhören uns über jeden Mist zu ärgern, sondern einfach versuchen Sachen zu ändern, die uns nicht passen. Sei es auch nur in einem kleinen Rahmen.

Venedig hat ständig mit dem steigenden Wasserpegel zu kämpfen.

Launisch wie das Wetter

Ich kann mich noch ganz genau daran erinnern, als ich mit dem Camper die Great Ocean Road mit meinem Kumpel etlanggefahren bin und wir die wundervollen 12 Apostel bewunderten. Die Tatsache, dass es schon jetzt keine 12 mehr sind, stimmte mich in diesem Moment etwas traurig. Durch die Wellen und das Wasser werden die Steine an gewisser Stelle immer dünner geschliffen, bis sie irgendwann zusammenbrechen und ins Wasser stürzen.

Riesige Tsunamis verschlingen manchmal ganze Dörfer und Stände und richten damit enormen Schaden an.

Das wunderschöne Venedig hat ebenfalls damit zu kämpfen, dass der Wasserspiegel immer höher ansteigt und dadurch neue Ideen entstehen müssen, wie die Stadt immer noch genug stabil erhalten bleiben kann.

Persönlich nimmt mich auch Wunder, wie all die Sandbauten in Dubai für immer erhalten bleiben und ob das überhaupt möglich ist?

Durch die Klimaerwärmung schmilzt ebenfalls der Schnee viel schneller und die Antarktis ist schon jetzt nicht mehr das, was sie einmal war. Dadurch verschwindet ebenfalls die natürliche Lebensumgebung vieler Tiere, was die ganze Sache keinesfalls einfacher macht.

Selbstverständlich ist das alles nicht schön und ich würde mir wünschen, dass uns all die schönen Naturwunder für immer erhalten bleiben. Was mich aber vielmehr bei der ganzen Sache ganz heftig stört ist, dass alles immer uns Menschen zu geschoben wird.

Das Wetter hat schon immer das gemacht, worauf es Lust hatte. Teilweise tragen wir mit unserem Verhalten und Konsum dazu bei. Teilweise haben wir aber auch keinen Einfluss darauf.

Politik, Terror, Armut & Kriminalität

Während meiner Reise in Brasilien, hatte ich manchmal ein etwas komisches Gefühl im Magen. Ich wusste einfach nicht, wie sicher ich mich teilweise fühlen kann und ob es jetzt gefährlich ist, meine Uhr oder mein Smartphone offen mit mir zu tragen.

Natürlich ist das ein Gefühl, das einem etwas Unwohlsein bereitet und dennoch gehört es genauso zu Reisen dazu, wie entspannt auf der Lehne an einem wunderschönen Strand zu liegen und die warmen Sonnenstrahlen zu geniessen.

Es soll uns zeigen, was wir im Leben haben und was uns in unserem Lebensraum nicht gegeben wurde.

Durch die unstabile politische Lage in Brasilien geht viel Geld irgendwo unter, wo dem kleinen Bürger damit nicht geholfen wird. Aufgrund der Korruption fliesst das Geld in falsche Taschen, Armut entsteht und dies wiederum führt in ausgeprägtem Stadium teilweise zur Kriminalität.

Die Kriminalität ist oft der Grund, warum sich manche Reiseliebhaber mehrmals Gedanken machen, ob sie jetzt wirklich die Reise antreten sollten und sich in potenzielle Gefahren begeben oder lieber darauf verzichten.

Leider eine traurige Tatsache, die mich persönlich auch nicht locker lässt. Dennoch war das noch nie der Grund, dass ich eine Reise nicht angetreten bin. Selbst in den Favelas von Rio de Janeiro kann man sich begeben, solange man mit einer gewissen Vorsicht und viel Respekt dort zu Besuch ist.

Selbstverständlich würde ich mich nicht in Kriegsgebiete oder in naheliegende Ortschaften begeben, sonder vorerst lieber abwarten, bis sich die Lage beruhigt. Auch wenn es selbst dann keine 100% Sicherheit geben kann.

In Zeiten von den vielen Terroranschlägen mitten in Europa wird man schon etwas verunsichert. Wenn wir uns jetzt vor Angst in unsere Häuser einsperren und in Angst leben, ist das kein Leben mehr, sonder bloss pure Existenz.

Nicht mit mir.

Die doofen Touristen

Nach dem Besuch Obamas in Cuba hat gefühlt jeder Blogger darüber berichtet, dass man unbedingt jetzt dorthin reisen sollte, wenn man noch das originelle Cuba erleben möchte. Das würde sich alles nun mit den vielen USA-Touristen stark verändern. All die Oldtimer werden immer weniger und es ist einfach nicht mehr das was es mal gewesen ist.

Überall auf der Welt zerstören die Touristen die Kultur der Länder. Auch passen sich die einzelnen Destination für die Touristen an, wodurch die fernen Länder ihren Alleinstellungsmerkmal verlieren.

Echt jetzt?

Natürlich gibt es immer weniger Oldtimer in Cuba, weil es den Menschen zum Glück besser geht und sie sich dadurch mehr leisten können. Es ist doch nicht alles schlecht daran, dass die Welt immer moderner wird. Alles im Leben hat seine Zeit und diese wird irgendwann vergehen.

Den Verlust der Authentizität eines Landes oder einer Kultur dem Tourismus zuzuschieben ist etwas zu leicht gemacht. Schliesslich interessieren sich die Reisenden für die Kultur in fremden Ländern und wollen diese so authentisch wie möglich vor Ort erleben. Das viele Geld, das sie ebenfalls mit sich bringen und damit den ganze Staat unterstützen, darf keinesfalls vergessen werden.

Rio de Janeiro. Teilweise gefährlich. Überall wundervoll.

Die Welt ist gut

Trotz all den Geschehnissen, die täglich auf unserer Welt passieren und uns in unserer Reisefreiheit teilweise enorm einschränken, sollte nicht alles so eng angesehen werden.

Die Welt befindet sich seit derer Existenz im stetigen Wandel. Sie wird sich immer verändern und das ist auch so in Ordnung.

Wir sollten vielmehr schauen, dass wir Sachen, die uns nicht passen oder uns unglücklich machen, soweit verändern, wie es in unserer Macht liegt. Nur das zählt.

Hören wir auf, uns ständig über die Welt zu ärgern und zu nörgeln.

Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir wünschst für diese Welt. – Mahatma Gandhi

Für eine bessere Welt mit weniger bedrohten Reisezielen und friedvollem Zusammensein.

Dieser Artikel ist Teil der Blogparade „Bedrohte Reiseziele“.

Veränderst du schon, oder meckerst du noch?

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Kommentare

  1. Hi Igor,
    im Rahmen meiner Blogparade habe ich über viele bedrohte Reiseziele gelesen, aber dein Artikel ist anders. Dein Artikel hat mich richtig nachdenklich gestimmt. Ein toller Beitrag. Ich habe von dir auch nichts anderes erwartet;)
    Ich mag deine Gedakengänge, zum einen, nicht alles so hinzuehmen und darüber zu nörgeln, wenn es zu ändern geht und zum anderen, bestimmte Änderungen in Natur und Kultur einfach zu akzeptieren und damit weiterzuleben und zu reisen.
    Da gibt es einen guten Spruch, der, wie ich finde, deinen Beitrag ganz gut zusammenfasst: „Akzeptiere, was du nicht ändern kannst. Und ändere, was du nicht akzeptieren kannst.“

    Viele liebe Grüße,
    Stefanie

    • Igor Igor sagt:

      Vielen Dank Stefanie, freut mich zu lesen, dass dir der Artikel gefällt. Das Zitat trifft es eigentlich ziemlich genau auf den Punkt und ist eine schöne Abrundung meiner Gedanken.

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