ATHEN: AUTHENTISCHER EINBLICK IN DEN ALLTAG

18. Juni 2016

athen bibliothek

Die wunderschöne Nationalbibliothek von Athen. 1/3 der Athener Trilogie.

Wie ist Athen abseits der Akropolis und dem Tempel des Olymischen Zeus? Wie sieht das heutige Leben der Griechen aus und wie ist das tägliche Befinden?

In der Hauptstadt Griechenlands spielt sich das authentische Leben ab. Ein Blick in den griechischen Alltag und das Leben ausserhalb der Touristenpfade.

Die Krise von Griechenland

In Athen angekommen und von der Hitze erschlagen, hast du die Möglichkeit entweder die U-Bahn für ca. 8.- € bis zum Stadtzentrum zu nehmen. Wenn du mehr Luxus magst, kannst du dir ein Taxi für ca. 40.- € nehmen und dich bis zur Haustür fahren lassen.

Da in Griechenland immer noch Unmut herrscht, kann es schon mal vorkommen, dass die U-Bahn streikt. Wenn dich das gleiche Glück wie mich trifft, hast du immer noch die Möglichkeit ein Taxi zu nehmen. So kannst du dir ebenfalls spannende Geschichten wie ich vom Taxifahrer hören.

Die griechischen Politiker sind korrupt. Ich muss trotz meinen 67 Jahren immer noch arbeiten. Von 100.- € eines Touristen bleiben nur 20.- € in Griechenland. Wir müssen alles importieren.

Um Griechenland steht es schlecht. Es herrscht eine grosse Krise und die Menschen sind unzufrieden.

Ich liebe es, mich mit Einheimischen zu unterhalten und das Land von einer anderen Seite kennenzulernen. Anders, als es uns Touristen meistens präsentiert wird.

Authentisch und echt.

Der Begriff Krise stammt übrigens aus dem Altgriechischen. Ironie des Schicksals?

Heruntergekommene Gegend

Ich muss ehrlich sagen, dass ich schon etwas überrascht war, wie heruntergekommen das Zentrum von Athen ist. Ich bin keineswegs ein „feiner“ Tourist, der alles schick haben möchte. Aber teilweise waren manche Ecken schon etwas zu dreckig und zu verstaubt.

Leider ist der Charme von der Akropolis nicht in ganz Athen zu spüren. Wie es scheint, hat die Krise schon hier und da ihren Spuren hinterlassen.

Doch die Griechen lassen sich nicht hängen. Überall auf den Strassen sind kleine Shops und Bäckereien auch ausserhalb des Touristenzentrum zu finden. Das Leben geht weiter und diese Einblicke sind nur echt und authentisch.

Ebenfalls bieten sich in der Stadt sehr schöne Orte an. Die Athener Trilogie zum Beispiel mit der Nationalbibliothek, der Akademie und der Universität ist einfach bezaubernd. Die Gebäude wurden in der typischen griechischen Bauweise erbaut und dienen noch Heute ihrem Zweck.

Hier entstehen die nächsten Philosophen!

athen haus hotel

Eines der vielen heruntergekommen Häuser in Athen.

athen graffiti

Unschöne Ecken gibt es in jeder Grossstadt. Athen hat viele davon.

Skulptur vor der Nationalbibliothek.

Skulptur vor der Nationalbibliothek.

athen universität statue

Die Universität von Athen. Hier entstehen die nächsten Philosophen.

athen akademie eingang treppe

Eingang zur Akademie von Athen.

100% Wohlbefinden

In Athen bin ich alleine und auf eigene Faust unterwegs gewesen. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich mir manchmal abends so meine Gedanken gemacht habe, ob ich nun alleine rausgehen soll um mir etwas leckeres zum Essen zu holen.

Schlussendlich habe ich mich doch zusammengerafft und bin in das Zentrum gelaufen, wo sich die zahlreichen Restaurant mit sehr leckerer Küche befinden.

Und weisst du was?

Ich habe keine Sekunde Bedenken um meine Sicherheit gehabt!

Du solltest dir nicht die Möglichkeit entgehen lassen einen extrem feinen Burger aus dem kleinen Imbiss Food Str zu gönnen. Hier habe ich so gut und so viel gegessen und darauf mit ein paar Euromünzen zahlen können. Diese Location kann ich dir wärmstens empfehlen!

Wenn’s mal wieder länger dauert

Ich kann dir nicht genau sagen, ob ich mir dieses Klischee nur ständig eingebildet habe, oder ob es wirklich so gewesen ist. Oft hatte ich das Gefühl, dass es bei den Griechen in vielen Lebenssituationen einfach ein bisschen länger dauert.

Die lassen sich nicht stressen, auch wenn sich mal eine riesige Schlange bildet und all die Menschen warten. In Athen kannst du dich sehr gut in Geduld üben.

Eigentlich ist das aber auch gut so. Klar, für die griechische Wirtschaft ist das bestimmt nicht fördernd. Für  deine Nerven, wenn du damit umzugehen lernst, ist das aber eine gute Eigenschaft.

Wir im deutschsprachigen Ländern sind sowieso viel zu gestresste Menschen, die sich über jede kleine Verspätung ärgern. Es geht uns einfach viel zu gut und wir haben vergessen, das Leben im Alltag zu geniessen.

athen tauben oben

Eine Ansammlung voller Tauben.

athen tauben unten

Ob oben oder unten. Die Tauben nehmen es ebenfalls gemütlich.

Einfach mal verlaufen

Auch wenn gewisse Ecken etwas unschön erscheinen. Athen ist für mich schon immer ein kleiner Traum gewesen und wird auch dich nicht enttäuschen.

Für die unter uns, die der griechischen Schrift nicht mächtig sind, gibt es ebenfalls keine Bedenken. Auch wenn es nicht mal ansatzweise nachvollziehbar ist, welcher Buchstabe was heissen mag, so steht das Ganze nochmals mit der lateinischen Schrift darunter.

Wie in jeder Stadt kann ich dir nur empfehlen, einfach mal loszulaufen und relativ planlos durch die Gegend zu torkeln. Dabei wirst du immer wieder in spannenden Stadtteilen landen.

Sei es mal ein gemütlicher Markt mit typischen griechischen Spezialitäten, oder Viertel in denen sich fast ausnahmslos die Einheimischen aufhalten.

Wenn du Lust auf gemütliche Gesellschaft, leckeres Essen und eine grosse Portion Geschichte hast, bist du in Athen verdammt richtig!

Ein Tagesausflug in die griechische Mythologie muss ebenfalls sein.

athen markt akropolis

Ab hier kannst du auf die Akropolis oder in die vielen Restaurants und Shops.

athen kirche kapelle

Die grosse Kirche und die kleine Kapelle davor.

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Kommentare

  1. Ich gebe dir absolut recht, wir haben das Leben im Alltag vergessen, weil wir immer mehr möchten und die einfachen Sachen oft nicht mehr sehen. Nicht nur „verlaufen“ in einer fremden Stadt ist interessant, auch „verfahren“ (aber nur mit Bus oder Straßenbahn) ist sehr interessant. Wir sind in Rom in die falsche Richtung der Buslinie eingestiegen (viel zu spät gemerkt) und fuhren bis an die Endhaltestelle, weil die durchgefahrene Gegend Industriegebiet war und wir uns dort nicht aufhalten wollten. Die Endstation war übrigens ein Stadtteil von Rom, der als Friedhof angelegt war. Ich habe selten so einen schönen, großen, interessanten und abwechslungsreichen Friedhof erlebt. Auch wenn der Ort etwas makaber war, hat es doch gezeigt, wie sehr es sich lohnen kann, auch einmal einen anderen Weg zu gehen/fahren.
    VG
    Iris

    • Igor Igor sagt:

      Hallo Iris
      Interessante Geschichte! Sich mal zu verfahren, wenn man nicht irgendwo stresse muss, kann eine wirklich schöne Erfahrung sein. Ich kann mich auch an meinen ersten Besuch in London erinnern. Da sind wir spät Abends in die falsche Richtung eingestiegen und etwa zwei Stunden ausserhalb von London gefahren. War recht cool, etwas zu sehen, dass man sonst eher nie erlebt hätte.
      Grüsse, Igor

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